Schweizer Auswahl zu grossen Taten bereit

Gelingt John Fust mit der Schweizer U20-Auswahl in Helsinki eine Überraschung?
Gelingt John Fust mit der Schweizer U20-Auswahl in Helsinki eine Überraschung? © KEYSTONE/PETER SCHNEIDER
Nach dem enttäuschenden 9. Platz im vergangenen Jahr will die Schweiz an der am Samstag beginnenden U20-WM in Helsinki mindestens die Viertelfinals erreichen. Die Chancen für einen Exploit stehen gut.

Zum Auftakt trifft das Team von Trainer John Fust am Stephanstag auf Schweden. Die weiteren Gegner in der Vorrunde sind Dänemark, Kanada und die USA. Die ersten vier der Gruppe qualifizieren sich für die Viertelfinals, der Letztklassierte kämpft gegen den Abstieg.

Die Hoffnungen vor der letzten U20-WM in Montreal und Toronto waren gross gewesen, da die Schweizer mit einem sehr talentierten Team antraten. Trotz eines 5:2-Sieges zum Auftakt gegen Tschechien blieb am Schluss aber die Ernüchterung. Es stellte sich als Nachteil heraus, dass die SIHF-Auswahl gleich mit 13 Spielern unter dem maximalen Alter antrat. Dies gehörte jedoch zu einem langfristigen Plan, mit einem Kern etwas aufzubauen. Insofern sind nicht weniger als zehn Spieler aus jener Equipe auch in der finnischen Hauptstadt wieder dabei.

Trainer John Fust erhofft sich insbesondere von der Verteidigung viel. Dort kann er mit Simon Kindschi und Fabian Heldner auf zwei zählen, die bei Schweizer Meister Davos zu den Stammspielern gehören. Der von Zug ausgeliehene Marco Forrer ist seit Mitte Oktober ebenfalls unter den Fittichen von Arno del Curto und hat 14 Partien für die Bündner absolviert. Hervorzuheben ist zudem der Zweitrunden-Draft Jonas Siegenthaler von den ZSC Lions.

Die Offensive kann sich mit Spielern wie Timo Meier, Denis Malgin, Noah Rod, Damien Riat und Pius Suter ebenfalls sehen lassen. Letzterer gehört in der NLA bei den ZSC Lions zu den Shooting-Stars und hat in 28 Partien bereits zehn Tore geschossen. Bei den beiden Siegen in den Testspielen gegen Finnland (4:3) und die Slowakei (4:2) traf er je zweimal.

Fehlen wird allerdings Kevin Fiala, der vor einem Jahr mit vier Treffern der beste Torschütze im Schweizer Team gewesen ist. Der 19-jährige Uzwiler bevorzugt einen Verbleib in der AHL bei den Milwaukee Admirals, wo es ihm zuletzt besser lief.

Die Schweizer spielen in der auf dem Papier schwierigeren Gruppe B, sind gegen Schweden, Titelverteidiger Kanada und die USA klarer Aussenseiter. Mit Dänemark haben sie noch eine Rechnung offen, verloren sie doch vor einem Jahr 3:4 nach Penaltyschiessen. Deshalb erreichten damals die punktgleichen Skandinavier die Viertelfinals.

(SI)


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