Schweizer Bankkunden verschenken Milliarden

Beim Sparen lässt sich mit einem Wechsel der Bank sparen: Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Banken sind trotz Tiefstzinsen nach wie vor gross. (Symbolbild)
Beim Sparen lässt sich mit einem Wechsel der Bank sparen: Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Banken sind trotz Tiefstzinsen nach wie vor gross. (Symbolbild) © KEYSTONE/GAETAN BALLY
Auf Sparkonten gibt es zurzeit kaum noch Zins. Trotzdem sind die Unterschiede zwischen den Banken nach wie vor beträchtlich. Würden alle Schweizer Kunden das jeweils attraktivste Angebot wählen, sparten sie Milliarden.

Allein bei den Privat-, Spar- und 3a-Konten macht der Vergleichsdienst Moneyland einen verpassten Zinsertrag von 2,4 Milliarden Franken aus. Bei den Hypotheken kommt der Vergleichsdienst auf ein Sparpotenzial von 2,6 Milliarden Franken, bei Kreditkarten auf ein Spareffekt von 610 Millionen Franken.

Die Zahlen sind Schätzungen. Der Vergleichsdient kommt auf diese Summen, in dem er volumengewichtet die Differenz zum jeweils günstigsten Angebot hochrechnet. Bei den Hypotheken ist der Wert jedoch hypothetisch, weil mit einer sofortigen Ablösung des Hauskredites ohne Strafgebühren gerechnet wurde.

Insgesamt errechnet Moneyland bei den gängigen Bankangeboten ein Optimierungspotenzial von rund 6 Milliarden Franken im Jahr. Warum die Schweizer Bankkunden sich diese Summe entgehen lassen, erklärt sich der Vergleichsdienst mit der Bequemlichkeit. Die Wechselquote von Schweizer Bankkunden sei noch tiefer als von Versicherungskunden, heisst es in der Mitteilung vom Dienstag. Ein regelmässiger Vergleich der Gebühren, Zinsen und Leistungen empfehle sich jedoch. Sonst gewinne am Ende nur die Bank.

(SDA)


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