Schweizer Pflichtsieg wird ein Kantersieg

Pius Suter (rechts) erzielte die Schweizer Tore zum 3:0, 5:0 und 7:0
Pius Suter (rechts) erzielte die Schweizer Tore zum 3:0, 5:0 und 7:0 © KEYSTONE/AP/MATT SLOCUM
Das Eishockey-Nationalteam der Männer kommt im Olympia-Turnier zum ersten Sieg. Die Schweizer besiegen Gastgeber Südkorea im zweiten Gruppenspiel gleich mit 8:0.

Zwei Tage nach dem misslungenen Auftritt gegen Kanada (1:5) fuhren die Schweizer den geforderten Pflichtsieg souverän ein. Aus dem Pflichtsieg wurde ein Kantersieg. Die Schweizer mussten nicht wie die Tschechen gegen Südkorea bis zur Schlusssirene um den Sieg bangen. Schon nach den Goals von Du Bois und Suter zum 3:0 nach 36 Minuten war die Partie mehr als vorentschieden. Anschliessend tankten die Schweizer mit fünf weiteren Toren im Schlussabschnitt Selbstvertrauen. In der Schlussphase befand sich das Team von Nationalcoach Patrick Fischer in einem Spielrausch.

Die Aufgabe der Schweizer wurde erleichtert, weil Südkorea eingebürgerter Goalie, Matt Dalton, bei den Gegentoren vom 0:1 zum 0:3 nicht gut aussah. Beim 0:2 konnte Dalton einen Weitschuss von Du Bois nicht fangen; beim 0:3 liess er sich von Suter mit einem «Buebetrickli» übertölpeln. Nach dem 0:3 brachen die Südkoreaner ein.

Rassiger Start trug Früchte

Aber die Schweizer spielten gut – auch schon im ersten Abschnitt, als der Gegner auch noch mitspielte. Der rassige Beginn trug Früchte, als Denis Hollenstein die Schweizer nach zehn Minuten mit energischem Nachsetzen in Führung brachte.

Die Südkoreaner vermochten die Schweizer Abwehr am Samstag nicht seriös zu testen. Die Asiaten kamen zwar zu 25 Torschüssen; gute Torchancen erspielten sie sich maximal eine Handvoll. Das Schweizer Tor hütete Jonas Hiller, der bei der Niederlage gegen Kanada nach 26 Minuten eingewechselt worden war und bislang im Olympiaturnier noch kein Gegentor kassiert hat. Leonardo Genoni, gegen Kanada nach vier Gegentoren ausgewechselt, erhielt am Samstag einen Ruhetag und musste sich nicht einmal umziehen.

Nationalcoach Patrick Fischer musste weitere Änderungen vornehmen: Captain Raphael Diaz, der gegen Kanada schon im ersten Abschnitt in einen Bodycheck von Rob Klinkhammer gelaufen war, musste aussetzen. Für Diaz kam Romain Loeffel zum Einsatz; Philippe Furrer stieg zum Captain auf. Ausserdem gelangte Gregory Hofmann für Simon Bodenmann zum Einsatz.

Direkt in die Viertelfinals?

Dank des klaren Sieges und der jetzt wieder positiven Tordifferenz (9:5) dürfen die Schweizer doch wieder hoffen, auf direktem Weg in die Viertelfinals einzuziehen. Zum Abschluss der Vorrunde treffen sie am Sonntag auf Tschechien (8.40 Uhr MEZ).

Die Schweizer können die Vorrundengruppe A nur noch als Sieger beenden, wenn Südkorea das letzte Spiel gegen Kanada gewinnt, womit kaum zu rechnen ist. Ansonsten beenden die Schweizer die Gruppe A entweder auf Platz 2 (bei einem Sieg in 60 Minuten über Tschechien) oder auf Platz 3.

Die Sieger der drei Vorrundengruppen plus der beste Zweitplatzierte erreichen direkt die Viertelfinals vom Mittwoch. Die übrigen acht Teams ermitteln am Dienstag in Achtelfinals die übrigen Viertelfinalisten.

(SDA)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen