Schwinger und Unteroffiziere bei Swiss Olympic

Schwinger - hier am Brünig-Schwinget - gehören nun auch zum Dachverband Swiss Olympic
Schwinger - hier am Brünig-Schwinget - gehören nun auch zum Dachverband Swiss Olympic © KEYSTONE/URS FLUEELER
Ohne Gegenstimmen wurden der Eidgenössische Schwinger-Verband (ESV) und der Schweizerische Unteroffiziersverband (SUOV) als 85. und 86. Mitglied in den Kreis von Swiss Olympic aufgenommen. Der ESV hat 55’000 Mitglieder, wovon 5000 Aktive, der SUOV 10’000 Mitglieder.

Gegründet wurden die beiden Verbände schon im 19. Jahrhundert, der SUOV 1864, der ESV 1895.

Die 19. Versammlung des Sportparlaments in Ittigen wählte ausserdem Urs Winkler (54), den Rektor des Sport-Gymnasiums Davos, zu seinem neuen Vizepräsidenten sowie Barbara Moosmann (50) als neues Mitglied des Exekutivrats. Die Ersatzwahlen waren nach dem Rücktritt von Vizepräsident Stephan Netzle notwendig geworden. Mit Moosmann haben nun zwei Frauen Einsitz im 15-köpfigen Exekutivrat.

Sowohl in der Grussadresse des Sportministers Ueli Maurer wie in der Präsidialansprache von Jörg Schild war von den Finanzen die Rede. Ueli Maurer wies darauf hin, dass bei einer Budgetsteigerung um 17 Prozent die Bundesausgaben für den Sport in den letzten zehn Jahren um 67 Prozent gestiegen sind (allerdings auf bescheidenem Niveau). Die “Gesamtschau Sportförderung”, die vom Bund eine stärkere Förderung auch des Leistungssports in der Schweiz verlangt, ist allerdings in Stocken geraten. Schild: “Das Konzept zur Leistungssportförderung wurde in der ämterinternen Vernehmlassung des Bundes so stark gekürzt, dass es in der aktuellen Form wirkungslos bleibt. Von einst zusätzlichen 15 Millionen Franken sind noch ganze 1,6 Millionen übrig geblieben.” Das reiche nicht, so der Präsident von Swiss Olympic, um auf internationaler Ebene weiterhin mithalten zu können.

Weiterhin im Gespräch bei Swiss Olympic, so Präsident Schild, ist eine mögliche Kandidatur für Olympische Winterspiele (frühestens für 2026). Eine bereits eingesetzte hochkarätige Arbeitsgruppe diskutiert derzeit über die Rahmenbedingungen. Im Januar soll der Stand mit Bundesrat Maurer besprochen werden, am 11. März 2016 wird eine ausserordentliche Versammlung des Sportparlaments darüber beschliessen, ob ein Projekt erarbeitet werden soll.

(SI)


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