Schwulenfeindliche Äusserungen: Nike kündigt Boxer Pacquiao

Teilte verbal aus und hat nun Ärger deswegen: Boxer Manny Pacquiao (Archiv)
Teilte verbal aus und hat nun Ärger deswegen: Boxer Manny Pacquiao (Archiv) © /AP/FRANK FRANKLIN II
Nike hat den Vertrag mit Manny Pacquiao, einem der erfolgreichsten Boxer der Welt, wegen homophober Äusserungen gekündigt. Pacquiao hatte am Montag gesagt, homosexuelle Paare seien schlimmer als Tiere. Einen Tag später entschuldigte er sich via Twitter.

Der US-Sportsender ESPN zitierte am Mittwoch aus einem Statement Nikes, der Sportartikelhersteller betrachte die Äusserungen des 37-Jährigen als absolut widerwärtig. “Wir haben keine Beziehung mehr zu Manny Pacquiao.”

“Nike wendet sich entschieden gegen jede Form der Diskriminierung und hat eine lange Tradition, die Rechte von Schwulen und Lesben zu unterstützen”, erklärte das Unternehmen. Die eigene Internetseite des Sportlers auf der Nike-Homepage war am Mittwoch nicht mehr erreichbar.

Pacquiao ist einer der international berühmtesten Sportler der Philippinen und auch Kongressabgeordneter. Bei den Wahlen im Mai strebt er einen Sitz im Senat des Staates an. Seine diskriminierende Aussage machte er im philippinischen Fernsehen.

Der Box-Star gewann in seiner Karriere acht Weltmeisterschaften in verschiedenen Gewichtsklassen. Im Mai 2015 hatte Pacquiao den als “Kampf des Jahrhunderts” gepriesenen Fight gegen den Amerikaner Floyd Mayweather verloren.

(SDA)


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