SCL Tigers schaffen Ligaerhalt, Biel taumelt weiter

Langnaus Retter: Chris DiDomenico führt die SCL Tigers zum Ligaerhalt
Langnaus Retter: Chris DiDomenico führt die SCL Tigers zum Ligaerhalt © KEYSTONE/PHOTOPRESS/MARCEL BIERI
Biel droht ein ungemütliches Saisonende. Der EHCB verliert auswärts gegen die SCL Tigers 3:4 nach Verlängerung und die Playout-Serie 2:4.

Tobias Bucher markierte in der 72. Minute das Tor des Abends, das den Gastgebern ein Jahr nach dem Aufstieg die Fortsetzung auf höchstem Niveau sichert. Langnaus bester Schweizer Stürmer profitierte von der Vorarbeit des kanadischen Vorkämpfers Chris DiDomenico, der mit drei Skorerpunkte massgeblich am wichtigsten Sieg der Saison beteiligt war.

Die Zusatzschlaufe hätten sich die Emmentaler ersparen können. Nach acht Minuten hatten sie in der ausverkauften Halle vor 6000 Zuschauern 2:0 geführt, in der 32. erhöhte Kevin Hecquefreuille im Powerplay auf 3:1. Im dritten Drittel entglitt den übermütigen Tigers der doppelte Vorteil. Raphael Herburger verschaffte Biel mit dem 2:3 (43.) das Comeback, Robbie Earl erzwang in Unterzahl 96 Sekunden vor Schluss der regulären Spielzeit das 3:3.

Wie schwer Biels 38. Niederlage im 62. Spiel einer bislang missratenen Saison wiegt, wird womöglich schon am Freitagabend absehbar sein. Sollte der krasse Aussenseiter Ajoie in der NLB-Finalissima vor eigenem Publikum Rapperswil-Jona endgültig stoppen, entkommt Biel der Liga-Qualifikation. Die mit einem Mini-Budget wirtschaftenden Jurassier sind nicht aufstiegsberechtigt und müssten verzichten.

Die SCL Tigers haben ihren Sinkflug in der entscheidenden Phase eindämmen können. Der Aufsteiger, bis zum 1:0 im zweiten Spiel der Playout-Serie in neun von zehn Partien erfolglos, erkämpfte sich unter grossem Druck den Klassenerhalt. Scott Beattie, der Mitte März den glücklosen Benoît Laporte ersetzt hatte, führte den SCL aus der Krise.

Kevin Schläpfers Auswahl hingegen stürzte nach einer sehr guten Abstiegsrunde mit dem Gewinn von 15 Punkten an sechs Spieltagen erneut ab. Innerhalb von fünf Tagen leistete sie sich gegen einen angezählten und bereits abgeschriebenen Kontrahenten drei Fehltritte in Serie. Nach drei Playoff-Teilnahmen in vier Jahren droht im neuen Stadion nun eine schwere Enttäuschung.

SCL Tigers – Biel 4:3 (2:0, 1:1, 0:2, 1:0) n.V.

6000 Zuschauer (ausverkauft). – SR Eichmann/Stricker, Bürgi/Wüst. – Tore: 2. DiDomenico (Kevin Clark) 1:0. 8. Nüssli (Albrecht, Adrian Gerber) 2:0. 27. Fröhlicher 2:1. 32. Hecquefeuille (DiDomenico, Nüssli/Ausschluss Maurer) 3:1. 43. Herburger (Rossi) 3:2. 59. Earl (Huguenin/Ausschluss Herburger!) 3:3. 72. (71:19) Tobias Bucher (Hecquefeuille, DiDomenico) 4:3. – Strafen: 4mal 2 Minuten gegen SCL Tigers, 5mal 2 Minuten gegen Biel. – PostFinance-Topskorer: DiDomenico; Gaetan Haas.

SCL Tigers: Ciaccio; Stettler, Koistinen; Hecquefeuille, Ronchetti; Zryd, Adrian Gerber; Weisskopf, Yves Müller; Sandro Moggi, Tobias Bucher, DiDomenico; Kevin Clark, Albrecht, Nüssli; Sven Lindemann, Schirjajew, Lukas Haas; Wyss, Claudio Moggi, Nils Berger.

Biel: Meili; Huguenin, Dave Sutter; Fröhlicher, Nicholas Steiner; Jecker, Wellinger; Maurer, Jelovac; Tschantré, Gaetan Haas, Moss; Fabian Lüthi, Olausson, Rossi; Daniel Steiner, Joggi, Dostoinow; Herburger, Earl, Julian Schmutz.

Bemerkungen: SCL Tigers ohne Deny Bärtschi, Anton Gustafsson, Jordy Murray und Kyle Wilson, Biel ohne Ehrensperger, Macenauer, Simon Rytz (alle verletzt) und Spylo (krank). Weisskopf und Tschantré verletzt ausgeschieden. – Pfostenschüsse: Sven Lindemann (31./Latte); Fabian Lüthi (10./Latte), Moss (51.).

(SDA)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen