Scuoler Stimmvolk sagt Ja zu neuer UNESCO-Biosphäre-Erweiterung

Das Münstertal und die Gemeinde Scuol kämpfen gegen den Verlust des Biosphären-Labels der UNESCO. (Archiv)
Das Münstertal und die Gemeinde Scuol kämpfen gegen den Verlust des Biosphären-Labels der UNESCO. (Archiv) © KEYSTONE/ARNO BALZARINI
Das Scuoler Stimmvolk hat am Sonntag deutlich Ja gesagt zu einem neuen Kooperationsvertrag für eine Erweiterung des Biosphärenreservats. Damit soll das Label “Biosfera Val Müstair-Parc Naziunal” erhalten bleiben. Das Dossier kann nun bei der UNESCO eingereicht werden.

Das Stimmvolk sagte mit 491 zu 113 Stimmen Ja zum Kooperationsvertrag mit dem Val Müstair und dem Schweizerischen Nationalpark, wie der Biosphärenreservatsrat mitteilte. Damit haben alle drei Partner den Vertrag gutgeheissen.

Bereits im Juni hatten die Gemeinden Scuol, Zernez und S-chanf über den Kooperationsvertrag abgestimmt. Nach der knappen Ablehnung in S-chanf und Zernez und dem sehr deutlichen Ja in Scuol wurde entschieden, einen neuen Kooperationsvertrag mit drei Partnern auszuarbeiten. Der Bund unterstützt dieses Vorgehen.

Der Schweizerische Nationalpark ist seit 1979 Biosphärenreservat der UNESCO, erfüllt aber die heutigen Kriterien nicht mehr, weil er ausschliesslich eine Kernzone ausweist. Deshalb erteilte die UNESCO vor fünf Jahren dem Biosphärenreservat das entsprechende Label nur noch unter der Bedingung, dass die Kernzone mittelfristig von einer Pflegezone umgeben sein müsse.

Diese Vorgabe konnte aufgrund des Neins von S-chanf und Zernez nur zum Teil erfüllt werden. Mit dem neuen Kooperationsvertrag ist die Grundlage gelegt, um wenigstens auf Gemeindegebiet von Scuol eine Pflegezone auszuweisen.

Ob dies genügen wird, um das Label als UNESCO-Biosphärenreservat zu halten, wird die UNESCO entscheiden. Die drei Partner hoffen auf eine positive Antwort aus Paris, wie sie weiter mitteilten.

(SDA)


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