Keine Fälle von Dschihadreisenden mehr

Häufigstes Reiseziel der mutmasslichen Dschihadisten aus der Schweiz ist Syrien gefolgt vom Irak. (Archivbild)
Häufigstes Reiseziel der mutmasslichen Dschihadisten aus der Schweiz ist Syrien gefolgt vom Irak. (Archivbild) © /AP Militant Website/UNCREDITED
Seit dem vergangenen September steigt die Zahl dschihadistisch motivierter Reisen aus der Schweiz nicht mehr. Nach wie vor geht der Nachrichtendienst des Bundes von 71 Fällen aus.

Von den 71 erfassten Dschihadreisenden haben 25 einen Schweizer Pass; 16 davon haben zusätzlich einen weitere Staatsangehörigkeit. 57 Personen begaben sich nach Syrien und in den Irak und 14 nach Somalia, Afghanistan und Pakistan. Der NDB betont, dass sich einige dieser Personen noch in den Konfliktgebieten befinden, andere herumreisen und weitere in die Schweiz zurückgekehrt sind. Er geht davon aus, dass 15 gestorben sind. Acht Todesfälle sind bestätigt.

Seit September verzeichnet der NDB auch keine neuen Rückkehrer in die Schweiz. Die Zahl dieser Leute stagniert bei 13; sieben Fälle gelten als bestätigt. Den anderen sechs Personen geht der NDB nach, weil bislang entweder die dschihadistische Motivation dieser Personen nicht nachgewiesen und/oder ihr genauer Aufenthaltsort nicht mit Sicherheit festgestellt werden kann.

Im Mai 2013 gab der NDB bekannt, dass seit 2001 etwa 20 Dschihadreisende aus der Schweiz in Konfliktzonen gereist sind. Im Mai 2014 erhöhte sich diese Zahl auf 40 und im September 2015 auf 71.

(SDA)


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