SGKB ist in “Panama Papers” verstrickt

SGKB taucht in "Panama Papers" auf.
SGKB taucht in "Panama Papers" auf. © SGKB Kantonalbank St. Gallen Hauptsitz
Der Name der St.Galler Kantonalbank taucht in den “Panama Papers” auf. Die Bank wird mit 14 Offshore-Gesellschaften auf den Seychellen und auf Samoa in Verbindung gebracht. Dabei soll die Bank eine Vermittlerrolle gespielt haben.

Die St.Galler Kantonalbank SGKB soll gemäss dem St.Galler Tagblatt zwischen den Offshore-Gesellschaften und den Bankkunden vermittelt haben. Die SGKB kann wegen des Bankkundengeheimnisses keine Auskunft über die Kundenbeziehungen geben. Gegenüber dem Tagblatt sagt der SGKB-Banksprecher Simon Netzle aber dass die Bank keine solche Gesellschaften aufgebaut hätte. Wenn überhaupt, dann hätten die Bankkunden von sich aus solche Gesellschaften errichtet. Ein Experte wertet diese Verstrickungen von der SGKB in die “Panama Papers” als unproblematisch bis heikel.

Der Wirtschaftsrecht-Professor Peter V. Kunz sieht keine Probleme, dass die SGKB möglicherweise für ihre Kunden Kontakte zu Offshore-Gesellschaften hergestellt hat. Die Vermittlung von Kundengeldern an solche Briefkastenfirmen wären hingegen heikel, sagt Peter V. Kunz dem Tagblatt. Der Experte geht davon aber nach aktuellem Kenntnisstand nicht aus.
Die Thurgauer und Appenzeller Kantonalbank werden in den “Panama Papers”-Rohdaten, welche das Internationale Journalisten-Konsortium veröffentlicht hat, nicht erwähnt.

(red)


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