Sion verliert unglücklich gegen Braga

Verbissener Kampf im Wallis: Carlitos (li.) duelliert sich mit Brags Willy Boly
Verbissener Kampf im Wallis: Carlitos (li.) duelliert sich mit Brags Willy Boly © KEYSTONE/JEN-CHRISTOPHE BOTT
Der FC Sion verliert das Hinspiel der Sechzehntelfinals der Europa League gegen Sporting Braga aus Portugal 1:2. Rafa Silva schiesst nur acht Minuten nach Konatés Ausgleich das Siegtor.

Die Sittener brauchen in Portugal am nächsten Mittwoch zwingend einen Sieg, weil sie im Tourbillon zu wenig aus ihren Chancen machten. Den einzigen Treffer aus einer Vielzahl von Möglichkeiten erzielte Moussa Konaté nach 53 Minuten. Für das effiziente Braga, bei dem Nikola Vukcevic in den Schlussminuten die Gelb-Rote Karte sah, trafen die beiden Stürmer Nikola Stojiljkovic in der Startviertelstunde und Rafa Silva in der 63. Minute.

Sion mit mehr Chancen

Zu behaupten, die starke Defensive Bragas, die in den sechs Gruppenspielen viermal zu null gespielt hatte und in der Meisterschaft in 22 Spielen nur 15 Gegentore erhielt, hätte nicht mehr zugelassen, wäre falsch. Sion hatte nicht nur ein Übergewicht an Ballbesitz, sondern auch bedeutend mehr Chancen. Der zwischenzeitliche Ausgleichstreffer von Konaté in der zweiten Halbzeit war hochverdient und angesichts der vorangegangenen Chancen überfällig. Gleichwohl resultierte am Ende eine Niederlage.

Vor dem 1:1 waren Moussa Konaté (37.), Ebenezer Assifuah (45.), Edimilson Fernandes und wiederum Assifuah (beide 48.) dem Torerfolg sehr nahe. Insbesondere Konaté und Assifuah hätten mehr aus ihren Gelegenheiten machen müssen. Konaté sah seinen platzierten Flachschuss aus 20 Metern von Bragas Goalie Matheus mit den Fingerspitzen neben das Tor gelenkt, Assifuah schoss nach schöner Vorarbeit von Carlitos im Strafraum frei stehend knapp am langen Pfosten vorbei. Es waren dies die aussichtsreichsten, aber bei weitem nicht die einzigen verheissungsvollen Vorstösse.

Mit raren Nadelstichen zum Erfolg

Braga dagegen erschien selten vor dem Tor der Sittener, hatte aber gleich bei zwei seiner raren Nadelstiche Erfolg. In der Startviertelstunde klaffte nach einem langen Ball auf der linken Abwehrseite der Walliser eine Lücke, die Stojiljkovic mit einem Volley ins lange Eck zur Führung nutzte. Nach einer Stunde versenkte Rafa Silva praktisch aus dem Nichts den Ball zum 2:1 im Tor. Ansonsten wurden die Portugiesen nur noch in der 73. Minute gefährlich, als Andris Vanins einen Schuss von Hassan parierte.

Didier Tholots Planspiele wurden nicht nur nach dem 0:1 durchkreuzt, sondern wenig später zudem wegen einer Muskelverletzung von Innenverteidiger Léo Lacroix. Sions Trainer brachte Offensivspieler Ebenezer Assifuah, dafür rückten Birama Ndoye und Edimilson Fernandes ein Glied zurück; Ndoye vom defensiven Mittelfeld in die Abwehr, Fernandes vom offensiven ins defensive Mittelfeld. Mit einer besseren Effizienz hätten sich die Rochaden als Glücksgriff erwiesen. So blieb es beim Konjunktiv.

FC Sion – Sporting Braga 1:2 (0:1)

9000 Zuschauer. – SR Aranowski (UKR). – Tore: 13. Stojiljkovic (André Pinto) 0:1. 53. Konaté (Salatic) 1:1. 61. Rafael Silva (Luiz Carlos) 1:2.

Sion: Vanins; Rüfli, Lacroix (23. Assifuah), Ziegler, Pa Modou; Ndoye, Salatic; Bia (70. Follonier), Fernandes, Carlitos; Konaté (77. Gekas).

Braga: Matheus; Wilson Eduardo, André Pinto, Boly, Baiano; Alan (67. Pedro Santos), Luiz Carlos, Vukcevic, Rafael Silva; Hassan (84. Josué), Stojiljkovic (92. Ricardo Ferreira).

Bemerkungen: Sion ohne Zverotic, Zeman, Adão und Kouassi (alle verletzt). 89. Gelb-Rote Karte gegen Vukcevic wegen einer Unsportlichkeit. Verwarnungen: 19. Vukcevic (Foul). 20. Fernandes (Foul). 71. Carlitos (Foul).

(SDA)


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