So wird Freiheit in den Ostschweizer Kantonen gelebt

So wird Freiheit in den Ostschweizer Kantonen gelebt
© (KEYSTONE/Ennio Leanza)
Der neuste Avenir-Suisse-Freiheitsindex ist der Aargau zum fünften Mal in Folge Gesamtsieger. Die Ostschweizer Kantone befinden sich eher am Ende der Rangliste. Ausnahme: die beiden Appenzell – obwohl eines von beiden deutlich abgestiegen ist. 

Die Schweiz nimmt in internationalen Freiheitsrankings regelmässig Spitzenpositionen ein. Doch wie Freiheit in den einzelnen Kantonen gelebt wird, unterscheidet sich erheblich. Welche Kantone in welchen Bereichen punkten, können Sie jetzt online im interaktiven Avenir-Suisse-Freiheitsindex auf Grund der neusten Zahlen aus dem Jahr 2013 ermitteln.

Gesamtsieger Aargau

Als Gesamtsieger im neusten Avenir-Suisse-Freiheitsindex ist zum fünften Mal in Folge der Kanton Aargau hervorgegangen – mit je einem zweiten Platz bei den ökonomischen und den zivilen Indikatoren. Der in der Schlusswertung zweitplatzierte Kanton Schwyz übertrifft im ökonomischen Bereich die Werte des Spitzenreiters Aargau, liegt aber im zivilen Bereich nur wenig über dem Durchschnitt aller Kantone. Bei den zivilen Kriterien führt der Kanton Jura das Ranking seit 2007 an.

Ausserrhoden klar abgeschlagen

Auffällige Veränderungen ergeben sich auf den Rängen 5 bis 10, auch wenn keine neuen Kantone in die Top Ten aufsteigen konnten. Grösster Gewinner ist der Kanton Basel-Landschaft, der dank gesundenden Kantonsfinanzen und kürzeren Baubewilligungsverfahren vom 10. auf den 5. Rang vorrückt. Auch der Kanton Basel-Stadt macht wegen der besseren Situation der Kantonsfinanzen und liberaleren Ladenöffnungszeiten drei Plätze gut und schliesst auf Rang 6 ab. Den deutlichsten Abstieg erfährt Appenzell-Ausserrhoden, das auf Rang 10 zurückfällt. Gründe dafür sind eine gestiegene Staatsquote, mehr fix installierte Radargeräte und länger dauernde Baubewilligungsverfahren.

Zwei deutliche Verlierer im Mittelfeld

Das Mittelfeld wird von den Kantonen Tessin (11.) und Zug (12.) angeführt. Herausstechendste Verlierer sind hier die Kantone Wallis (17.) und Obwalden (24.). Das Wallis verliert aufgrund einer steigenden Staatsquote und schlechter bewerteter Kantonsfinanzen vier Plätze, Obwalden gar deren sieben. Positiver fallen die Kantone Luzern (14.) und St.Gallen (16.) auf, die beide dank besser bewerteten Kantonsfinanzen aufsteigen.

Am Tabellenschluss hingegen ist wenig Spektakuläres passiert: Immerhin schafft der Kanton Bern wegen einer Gesundung der Kantonsfinanzen eine deutliche Verbesserung von Rang 23 auf Rang 18. Der Kanton Uri (23.) kann aufgrund weniger staatlichen Wohnbauinvestitionen, einer tieferen Steuerausschöpfungsquote und besser bewerteten Kantonsfinanzen vom zweitletzten Platz leicht vorrücken. Graubünden (21.), Thurgau (22.), Neuenburg (25.) und Genf (26.) gelingt es indes nicht, zu den restlichen Schweizer Kantonen aufzuschliessen. Am deutlichsten zeigt sich diese Stagnation beim Schlusslicht Genf, das in beiden Sub-Indizes auf den Schweizer Durchschnitts-kanton rund 25 Punkte verliert. (red)


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