SP Thurgau setzt sich gegen SBB-Serviceabbau ein

In der Schweiz werden vermehrt Automaten zum Billettbezug eingesetzt.
In der Schweiz werden vermehrt Automaten zum Billettbezug eingesetzt. © (KEYSTONE/Christian Beutler)
Bereits 2000 Unterschriften hat die SP Thurgau mit ihrer Initiative gegen den Serviceabbau der SBB gesammelt. Damit soll der Zug der Drittverkaufsstellen noch nicht abfahren müssen.

Die SBB wollen schweizweit 52 Billettverkaufsstellen in Läden oder Kiosken abschaffen. Tickets soll es bald nur noch am Automaten geben. Besonders der Kanton Thurgau stört sich an dem Vorhaben, ist er doch am stärksten betroffen. Mit einer Unterschriftenaktion will die SP Thurgau deshalb gegen diese Massnahme vorgehen.

Bequem, aber nicht rentabel

«Besonders älteren Personen ist es ein Anliegen, ihre Fahrscheine an Verkaufsstellen lösen zu können», betont Nina Schläfli, Parteipräsidenten der SP Thurgau. Die Partei sammelt nun in verschiedenen Orten Unterschriften, um gegen das Vorhaben der SBB anzukommen.

Die SBB hingegen sagen, man nehme die Sorgen der Bevölkerung ernst. Schon jetzt könne man telefonisch Unterstützung erhalten, wenn man mit den Automaten überfordert sei. Die Abschaffung der Drittverkaufsstellen hätte vor allem finanzielle Gründe. Weniger als ein Prozent aller Billette würden über Drittstellen verkauft.

(red.)


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