Spektakulärer vierter Sieg für Lugano

Jubeln nach dem Halbfinal-Einzug gegen Zug im Duett: Luganos Topskorer Linus Klasen (links) und Goalie Elvis Merzlikins
Jubeln nach dem Halbfinal-Einzug gegen Zug im Duett: Luganos Topskorer Linus Klasen (links) und Goalie Elvis Merzlikins © KEYSTONE/TI-PRESS/GABRIELE PUTZU
Lugano steht zum ersten Mal seit 2006 wieder in einem Playoff-Halbfinal. Die Tessiner bezwingen Zug im spektakulären vierten Spiel 5:4 und gewinnen die Serie damit mit 4:0. Es hatte wenig auf eine Wende in der Serie hingedeutet.

Und Lugano liess sich in der heimischen Arena die erste Gelegenheit nicht nehmen, zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder eine Playoff-Serie für sich zu entscheiden. Doch der letzte Schritt in die Halbfinals war für Lugano, das vor allem defensiv nicht ganz so stilsicher agierte wie in den drei Partien davor, kein Schaulaufen.

Nach knapp 57 Minuten glich Pierre-Marc Bouchard zum 4:4 aus. Die Overtime und damit die Zuger Chance auf eine Verlängerung der Serie lag in der Luft. Doch kurz nach dem Wiederanspiel vertändelte Zugs Tim Ramholt hinter dem eigenen Tor die Scheibe. Tony Martensson bediente Brunner, der nur 21 Sekunden nach dem Ausgleich die neuerliche Führung erzielte und Lugano in die Halbfinal schoss.

Zug hatte stark begonnen. Nach neun Minuten und Treffern von Robin Grossmann und Reto Suri lagen die Zentralschweizer 2:0 vorne. Lugano vermochte aber zu reagieren. Nur zweieinhalb Minuten danach verkürzte Gregory Hofmann auf 1:2. Im Mitteldrittel kippte dann das Geschehen in kürzester Zeit: Hofmann mit seinem zweiten Treffer, Stefan Ulmer und Luca Fazzini schossen die Tessiner bis in die 28. Minute 4:2 in Führung.

Nach den desolaten zehn Minuten zu Beginn des Mittelabschnitts – den ersten Schuss im zweiten Drittel gab Zug erst nach elf Minuten ab – fing sich Zug wieder auf. Unter der Regie ihres PostFinance-Topskorers Pierre-Marc Bouchard (Assist zum 3:4 und Tor zum 4:4) glichen die Zuger noch einmal aus. Weil sie sich aber nicht zum ersten Mal in dieser Serie wenig geschickt anstellten, ist ihre Saison nun beendet.

Unter Doug Shedden hatte Zug fünfmal die Halbfinals erreicht. Während der Kanadier nun die Negativserie Luganos beendete, scheiterte Zug zum zweiten Mal unter Harold Kreis bereits in den Viertelfinals. Den Schritt vorwärts, den die Mannschaft unter Kreis angestrebt hat, muss sie um mindestens ein Jahr verschieben.

Telegramm:

Lugano – Zug 5:4 (1:2, 3:1, 1:1)

6761 Zuschauer. – SR Mandioni/Wiegand, Bürgi/Wüst. – Tore: 4. Grossmann (Suri, Holden) 0:1. 10. Suri (Martschini) 0:2. 12. Hofmann (Vauclair, Ulmer) 1:2. 26. (25:43) Hofmann (Klasen) 2:2. 28. (27:01) Ulmer (Klasen, Brunner) 3:2. 28. (27:13) Fazzini (Morini) 4:2. 39. Blaser (Bouchard/Ausschlüsse Brunner; Alatalo) 4:3. 57. (56:51) Bouchard (Ramholt) 4:4. 58. (57:12) Brunner (Martensson, Klasen) 5:4. – Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Lugano, 7mal 2 Minuten gegen Zug. – PostFinance-Topskorer: Klasen; Bouchard.

Lugano: Merzlikins; Vauclair, Ulmer; Furrer, Chiesa; Kparghai, Hirschi; Sartori; Klasen, Martensson, Pettersson; Brunner, Hofmann, Bertaggia; Walker, Sannitz, Lapierre; Reuille, Morini, Kostner; Fazzini.

Zug; Stephan; Ramholt, Grossmann; Schlumpf, Blaser; Lüthi, Alatalo; Blaser; Senteler, Diem, Schnyder; Martschini, Holden, Suri; Bürgler, Immonen, Bouchard; Rapuzzi, Peter, Zangger; Sieber, Primeau.

Bemerkungen: Lugano ohne Kienzle, Steinmann (beide verletzt) und Stapleton (überzähliger Ausländer), Zug ohne Lammer, Erni (beide verletzt) und Sondell (krank). Pettersson nach 2 Dritteln verletzt ausgeschieden. Bertaggia verschiesst Penalty (57:42). Zug ab 58:50 ohne Torhüter.

(SDA)


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