Spendenparty mit Clooney

Vor vier Jahren brachte George Clooney bei einer Spendengala für Barack Obama 15 Millionen Dollar zusammen. Mit Amal an seiner Seite könnten es am Samstag für Hillary Clinton noch mehr werden. (Archivbild)
Vor vier Jahren brachte George Clooney bei einer Spendengala für Barack Obama 15 Millionen Dollar zusammen. Mit Amal an seiner Seite könnten es am Samstag für Hillary Clinton noch mehr werden. (Archivbild) © KEYSTONE/AP/FRANCESCO BELLINI
George Clooney will am Samstag für Hillary Clinton Millionen auftreiben. Das hat er vor vier Jahren auch für Obama geschafft. 33’400 Dollar kostet das Abendessen pro Person. “Die gute Nachricht, ich werde nicht selber kochen”, scherzte Clooney in der Einladung.

Filmmogul Jeffrey Katzenberg und Oscar-Preisträger Steven Spielberg richten das Gala-Dinner mit aus. Neben den arrivierten Promis wird auch der glückliche Gewinner einer Verlosung mit Begleitung am Tisch sitzen. Clinton-Anhänger, die sich mit einer kleinen Spende beteiligten, hatten damit Chancen auf Flug, Hotel und Verköstigung. Auf diese Weise flossen weitere Millionen in die Wahlkampfkasse der Demokratin.

Clinton hat längst hochkarätige und zahlungskräftige Schauspieler auf ihrer Seite, darunter Leonardo DiCaprio, Robert De Niro, Ben Affleck, Richard Gere, Julianne Moore und Drew Barrymore sowie Musiker Katy Perry, Lady Gaga, Elton John, Sting und Pharrell Williams, wie die “Los Angeles Times” berichtet.

Ihr Partei-Rivale Bernie Sanders wartet ebenfalls mit einer beachtlichen Promi-Liste auf: Mark Ruffalo, Susan Sarandon, Danny DeVito, Jackson Browne, David Crosby, Bonnie Raitt und R.E.M.-Frontmann Michael Stipe.

Sanders feuert aber heftig gegen Clintons reiche Promi-Freunde und die Millionenspenden für die frühere Aussenministerin. Er habe eine Menge Respekt für Clooney, betonte der linke Politiker gegenüber CNN. Aber die Spendenveranstaltung des Hollywoodstars sei ein Zeichen für die Käuflichkeit der Wahlen in den USA. “Grosses Geld bestimmt unser politisches System”, wetterte Sanders. Seine eigenen Veranstaltungen mit Stars würden gewöhnlich nur 15 bis höchstens 50 Dollar Eintritt kosten.

Auch der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump kann eine Star-Riege vorweisen, allerdings eine gegnerische: Sowohl die Rockband R.E.M. als auch Sänger Neil Young verboten ihm die Nutzung ihrer Songs. Mit seinen Parolen gegen Latinos handelte sich Trump ausserdem scharfe Kritik von den Sängern Shakira und Ricky Martin und der mexikanisch-amerikanischen Schauspielerin Salma Hayek ein.

Für Unterstützung muss sich Trump mit einer B-Liste begnügen, darauf unter anderen Mike Tyson, Hulk Hogan und Gene Simmons von Kiss.

(SDA)


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