St. Gallen kommt zu zehnt zum Heimsieg gegen GC

Danijel Aleksic jubelt über das 2:0
Danijel Aleksic jubelt über das 2:0 © KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Der FC St. Gallen kommt zum ersten Heimsieg in der Rückrunde der Super League. Die Ostschweizer setzen sich gegen die Grasshoppers mit 2:0 durch. Am Samstag hatte eine Schneeschicht auf dem Rasen die planmässige Durchführung der Partie verhindert. 

Zumindest den St. Gallern machte der um zwei Tage verspätete Anpfiff keine Probleme. Die Gastgeber machten von Beginn weg Druck und gingen nach einer knappen Viertelstunde durch einen herrlichen, von Albert Bunjaku vollendeten Angriff verdient in Führung. In der 41. Minute doppelte Danijel Aleksic mit seinem bereits fünften Treffer in der Rückrunde nach.

Das 2:0 fiel, als der FC St. Gallen schon in Unterzahl spielte. In der 17. Minute sah Mutsch, der am 1:0 mit einem ersten öffnenden Pass entscheidend beteiligt gewesen war, die Rote Karte für ein vor allem rücksichtsloses Einsteigen gegen Marko Basic. Der Entscheid von Schiedsrichter Alain Bieri war durchaus vertretbar. Die Ostschweizer beklagten sich zwar, blieben aber konzentriert und spielten zumindest bis zur Pause so überzeugend weiter wie in der Startviertelstunde. Aleksic mit einem von GC-Keeper Joël Mall stark gehaltenen Freistoss und Salli, der zu beiden Toren den letzten Pass gab, vergaben noch vor dem 2:0 gute Torchancen.

St. Gallen spielte sich 45 Minuten lang immer wieder gut und ohne grösseren Aufwand vor das GC-Tor. Das Prunkstück des St. Galler Abends war das 1:0: Mutsch, Marco Aratore und Salli setzten die Zürcher Abwehr mit ihren Pässen schachmatt, so dass Bunjaku nur noch ins leere Tor einschieben musste. Die GC-Verteidigung machte es der im bisherigen Saisonverlauf alles andere als besonders treffsicheren Offensive der Gastgeber aber teilweise auch sehr einfach. Beim 0:2 konnte Salli unbedrängt flanken, und Aleksic setzte sich im Kopfballduell gegen Moritz Bauer stark durch.

Den Grasshoppers fehlten die Ideen. Zwar erhöhten sie den Druck nach der Pause, doch es war überwiegend ein monotones Anrennen. Nicht zufällig war es der eigene Innenverteidiger, Mario Leitgeb, der in der 53. Minute für einen der grössten Schreckmomente bei den St. Gallern sorgte, als er seinen Goalie Daniel Lopar mit einem Kopfball unfreiwillig prüfte. Lopar bestand den Test souverän und vereitelte in der letzten Viertelstunde auch noch die Abschlüsse von Munas Dabbur und Haris Tabakovic.

Durch die Niederlage ist GC erstmals seit der 2. Runde nicht mehr auf einem der ersten zwei Plätze klassiert. Die Zürcher mussten die Young Boys vorbeiziehen lassen und liegen nun einen Punkt hinter den Bernern. Aus den bisherigen fünf Partien in der Rückrunde hat das Team von Pierluigi Tami nur fünf Punkte geholt. St. Gallen ist derweil noch einen Punkt hinter dem FC Sion und einem Europa-League-Platz.

Telegramm und Rangliste:

St. Gallen – Grasshoppers 2:0 (2:0)

11’521 Zuschauer. – SR Bieri. – Tore: 14 Bunjaku (Salli) 1:0. 41. Aleksic (Salli) 2:0.

St. Gallen: Lopar; Thrier, Leitgeb, Gelmi, Hanin; Mutsch; Aratore, Aleksic (74. Hefti), Gaudino, Bunjaku (88. Wiss); Salli (79. Cueto).

Grasshoppers: Mall; Bauer, Pnishi (58. Brahimi), Senderos, Antonov; Basic, Källström; Alpsoy (46. Tabakovic), Tarashaj, Caio (68. Kamberi); Dabbur.

Bemerkungen: St. Gallen ohne Angha (gesperrt), Tafer, Dziwniel, Russo, Lässer (alle verletzt), Tréand, Mathys und Eisenring (alle nicht im Aufgebot). Grasshoppers ohne Milanov, Sherko und Kubli (alle verletzt). 17. Rote Karte gegen Mutsch. 27. Alpsoy (Foul). 65. Bunjaku. 67. Antonov. 70. Gelmi. 70. Brahimi. 74. Hanin (alle Unsportlichkeit).

1. Basel 22/53 (56:22). 2. Young Boys 23/39 (40:27). 3. Grasshoppers 23/38 (51:40). 4. Sion 22/31 (27:29). 5. St. Gallen 22/30 (26:26). 6. Thun 23/28 (30:36). 7. Luzern 23/26 (28:38). 8. Zürich 23/22 (29:43). 9. Lugano 22/21 (31:44). 10. Vaduz 23/20 (25:38).

(SDA)


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