St.Gallen setzt auf Velos

Die Stadt St.Gallen will den Infrastruktur für den Veloverkehr verbessern.
Die Stadt St.Gallen will den Infrastruktur für den Veloverkehr verbessern. © KEYSTONE/SAMUEL TRUEMPY
Mehr Velos, Fussgänger und Buspassagiere: So stellt sich der Stadtrat die Verkehrszukunft St.Gallens vor. Er hat heute sein Mobilitätskonzept 2040 vorgestellt. 

Das Verkehrsaufkommen in der Stadt St.Gallen steigt und steigt. Ein Ende ist in den nächsten Jahrzehnten nicht in Sicht. Der St.Galler Stadtrat will dagegen vorgehen und hat ein Mobiliätskonzept erarbeitet. Dieses fasst Massnahmen aus anderen städtischen Planungen wie Richtplan oder Agglomerationsprogramm sowie kantonalen Programmen zusammen. Zudem wurden neue oder ergänzende Vorschläge erarbeitet – unter anderem autoarme und autofreie Siedlungen, Velobahnen/Fahrradstrassen, ein Tram oder auch Mobilitätsberatung und Mobilitätsmanagement.

Ziel des Stadtrats ist es, den MIV, den motorisierten Individual-Verkehr, trotz zunehmender Mobilität zu “plafornieren”. Das heisst, er soll auf dem jetzigen Stand gehalten werden. Die entspricht dem sogenannten “Reglement für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung”, zu dem das Stimmvolk 2010 mit grosser Mehrheit Ja gesagt hat.

Wie die Stadträte Patrizia Adam und Peter Jans an der Medienorientierung aufzeigten, will die Stadt den Zuwachs mit dem öffentlichen und dem Langsamverkehr auffangen. Dabei wird die Bevölkerung “umerzogen”, so dass sie von sich aus das geeignetste Verkehrsmittel benutzt.

Der Veloverkehr soll attraktiver gemacht werden, indem unter anderem ein zusammenhängendes Netz mit durchgehenden Radstreifen auf Hauptachsen erstellt wird. Auch der öV soll ausgebaut werden. Zur Eliminierung der Engpässe sind neben Taktverdichtungen der Einsatz von Doppelgelenk-Bussen oder Trams auf den Hauptachsen angedacht.

Insgesamt soll “St.Gallen eine Stadt der kurzen Wegen” werden.

(red)


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