St. Gallen wieder aufgepäppelt

St. Gallens Trainer Joe Zinnbauer hofft auf Sonne nach dem Regen
St. Gallens Trainer Joe Zinnbauer hofft auf Sonne nach dem Regen © KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Der FC St. Gallen muss in der 29. Super-League-Runde Wiedergutmachung betreiben. Drei Tage nach dem 0:7-Debakel gegen Basel empfängt er den FC Sion. Auch Basel und YB stehen heute im Einsatz. Drei Tage hatten die St. Galler Zeit, um die höchste Heimniederlage seit 41 Jahren zu verdauen.

Die Mannschaft sei in ihrer Ehre und ihrem Stolz getroffen, sagte Trainer Joe Zinnbauer. Der Deutsche versuchte, seine Spieler in Einzelgesprächen wieder “aufzupäppeln”: “Draufhauen bringt jetzt nichts.” In seiner Analyse erkannte er als grösstes Manko, dass in der Mannschaft eine Leitfigur fehlt, an der sich die Mitspieler orientieren können, wenn es mal nicht so gut läuft.

Gut lief es den Ostschweizern in den letzten Wochen so gut wie nie. Das 0:7 gegen den Leader war bloss der Tiefpunkt einer bereits lange andauernden Schwächephase. Seit dem 2:0 gegen die Grasshoppers Anfang März holten sie in sechs Partien nur einen Punkte und kommen auf ein Torverhältnis von 5:22. Der einzige Lichtblick in den letzten Wochen war das 1:1 beim FC Sion im Nachtragsspiel vor genau einer Woche.

Nun soll es gegen die Walliser endlich wieder einmal drei Punkte geben. Zinnbauer, dem Präsident Dölf Früh im Interview mit dem “St. Galler Tagblatt” den Rücken stärkte, gab sich im Vorfeld der Partie optimistisch, dass wieder bessere Zeiten auf den Klub zukommen: “Schlimmer als in der zweiten Halbzeit gegen Basel geht nicht. Es ist wie beim Wetter: Nach dem Regen kommt die Sonne.”

In Basel ist es bekanntlich öfter sonnig als anderswo in der Schweiz. In der Rückrunde ist die Mannschaft von Urs Fischer weiterhin ungeschlagen und marschiert trotz zahlreicher Absenzen mit raschen Schritten Richtung 19. Meistertitel. Bereits am Sonntag könnte er rechnerisch feststehen. Dann nämlich, wenn die Basler in den nächsten beiden Partien, heute daheim gegen Lugano und am Sonntag in Vaduz, mehr Punkte holt als der erste Verfolger Young Boys.

Die Young Boys, die heute auf Luzern und am Sonntag auf Zürich treffen, haben sich seit der Winterpause souverän als zweite Kraft etabliert und werden sich den Platz in der Champions-League-Qualifikation nicht mehr nehmen lassen. Die Luzerner haben sich nach fünf Niederlagen zum Start in die Rückrunde, darunter ein 2:5 bei YB, eindrücklich gefangen. Zuletzt blieben die Innerschweizer fünfmal ungeschlagen und können wieder vom Einzug in den Europacup träumen.

(SDA)


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