St.Galler Ständerat: Links gegen rechts

SP Kandidat Paul Rechsteiner, links, und SVP Kandidat Thomas Mueller, rechts, muessen in einen zweiten Wahlgang.
SP Kandidat Paul Rechsteiner, links, und SVP Kandidat Thomas Mueller, rechts, muessen in einen zweiten Wahlgang. © (KEYSTONE/Eddy Risch)
Im zweiten Wahlgang für den Ständerat wird es wohl zum Zweikampf links gegen rechts kommen: Paul Rechsteiner gegen Thomas Müller.

Die CVP des Kantons St.Gallen hat heute Nachmittag erklärt, dass sie nach dem schlechten Abschneiden ihres Kandidaten Thomas Ammann nicht mehr zum zweiten Wahlgang um den Ständeratssitz antreten wird. Man wolle die Kräfte für die Kantons- und Regierungsratswahlen im nächsten Jahr sowie die Ständeratswahlen in vier Jahren bündeln, sagte Parteipräsident Patrick Dürr.

Stimmen aus der FDP und CVP

Damit wird es auf einen Zweikampf links gegen rechts hinauslaufen: Paul Rechsteiner (SP, bisher) gegen Thomas Müller (SVP).

Herbert Huser, Präsident der St.Galler SVP: “Thomas Müller hat dreimal so viele Stimmen gemacht wie die CVP. Das ist eine klare Vorgabe, dass wir antreten müssen. Wir wollen, dass unser Kanton wieder von einer bürgerlichen Stimme in Bern vertreten wird.” Den Zweikampf mit Paul Rechsteiner scheue man nicht. 80 Prozent der der Stimmbevölkerung habe am Sonntag bürgerlich gewählt. Ein gewisser Teil der linken Stimmen – wohl auch jene der Grünen Yvonne Gilli – werden zwar auf Rechsteiner übergehen. Aber Herbert Huser rechnet mit vielen Stimmen aus dem Lager von Karin Keller-Sutter. “Die FDP wird sich positionieren müssen, und auch Teile der CVP werden Thomas Müller unterstützen.” Das habe man ihm von Seiten der CVP, der ehemaligen Partei von Thomas Müller, zugesichert.

Komfortable Ausgangslage

Monika Simmler, Präsidentin der SP St.Gallen, spricht von einer komfortablen Ausgangslage für den zweiten Wahlgang. Gerade weil es zum Zweikampf komme, könne dies SP-Kandidat Paul Rechsteiner nur helfen. “Er hat im ersten Wahlgang super abgeschnitten und weit ins bürgerliche Lager Stimmen geholt. Wir sind optimistisch, aber wissen auch, wir müssen die nächsten Wochen Gas geben.” (red)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen