Steve Guerdat gewinnt den Weltcup-Final erneut

Behielt mit Corbinian die Nerven und gewann das Weltcup-Finale zum zweiten Mal in Serie: Springreiter Steve Guerdat
Behielt mit Corbinian die Nerven und gewann das Weltcup-Finale zum zweiten Mal in Serie: Springreiter Steve Guerdat © KEYSTONE/AP TT NEWS AGENCY/ADAM IHSE
Steve Guerdat nützt die gute Ausgangslage am Weltcup-Final in Göteborg. Der nach zwei Tagen führende Springreit-Olympiasieger bleibt auf Corbinian in den letzten beiden Umgängen fehlerfrei.

Guerdat behielt im Sattel seines zehnjährigen Westfalen-Wallachs die Nerven und wiederholte souverän seinen Triumph von Las Vegas. Zweiter wurde der Niederländer Harrie Smolders mit Emerald, Dritter der Deutsche Daniel Deusser mit Cornet d’Amour, beide mit jeweils drei Strafpunkten. Für den Sieger gab es neben einer Standing Ovation der 12’000 begeisterten Zuschauer in der Scandinavium Arena ein Preisgeld von total 192’500 Euro.

Guerdat ist der erste Reiter, der seinen Titel mit einem anderen Pferd verteidigen konnte. Vor Jahresfrist setzte er bei seinem Triumph in Las Vegas noch auf die Stute Paille. “Es war eine unheimlich schwierige Aufgabe. Corbinian hat sich jedoch von den ersten beiden Wertungsprüfungen gut erholt, und so hatte ich vor dem Final ein gutes Gefühl. Dieses Pferd kann alles. Es lag an mir, sein ganzes Potenzial auszuschöpfen. Das ist mir gelungen und darüber bin ich sehr glücklich.”

Die Basis für seinen zweiten Final-Sieg in Folge legte Guerdat im ersten Umgang mit einer starken Runde. Beim “Pièce de résistance”, einem Steilsprung mit Wellenplanke in den schwedischen Nationalfarben nach der dreifachen Kombination, ritt er etwas zu dicht heran. Es blieben aber alle Stangen in ihren Halterungen.

Im verkürzten zweiten Umgang blieben neun Paare ohne Abwurf, unter ihnen auch Deusser mit dem 13-jährigen Westfalen-Wallach Cornet d’Amour und Smolders mit dem zwölfjährigen Belgien-Hengst Emerald. Guerdat, der als letzter Reiter startete, wusste also, dass ein Abwurf zum Abrutschen auf den 3. Rang führen würde. Der 33-jährige Jurassier hielt dem Druck, in seinem zehnten Weltcup-Final einen “Nuller” reiten zu müssen, Stand.

Der zweite Schweizer Romain Duguet musste bei seiner ersten Finalteilnahme Lehrgeld bezahlen. Mit seiner zwölfjährigen Franzosen-Stute Quorida de Treho verzeichnete der gebürtige Franzose im ersten Umgang einen Abwurf, im zweiten fielen zwei Stangen in den Sand. “Für Duguet endete die Premiere mit 23 Strafpunkten im 16. Rang.

(SDA)


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