Keine Explosion

Keine Explosion
Was als Explosion rund um die Welt für Aufregung sorgte, stellt sich nun als Missgeschick heraus. Ein Mann, ein wenig Ungleichgewicht, eine Bohrmaschine – und fertig ist die explosive Mischung.

Update 17.00 Uhr: Wie Aftonbladet.se berichtet, knallte es, weil eine Bohrmaschine aus dem Fenster flog. Zuvor stand der Mann am Fenster unter Terrorverdacht. Zeugen meldeten der Polizei, dass sie einen Mann mit nacktem Oberkörper am Fenster sahen, der möglicherweise eine Waffe in der Hand habe. Als die Polizei eintraf, sah sie, wie der Mann versuchte, etwas ans Fenster zu hängen.

Die Polizei verdächtigte den Mann, damit verhindern zu wollen, dass man in seine Wohnung sieht. Auch eine Geiselnahme wäre denkbar gewesen. Als die Polizei die Wohnung betrat, traf sie auf keine Geisel-Situation, sondern traf einen Mann, der nur versucht hatte, einen Vorhang aufzuhängen. Er verlor das Gleichgewicht, die Bohrmaschine fiel ihm aus der Hand, flog durch das Fenster – und landete auf der Strasse. Es kam zu einem lauten Knall, der gemäss Zeugenaussagen im ganzen Bezirk Södermalm zu hören war.

 

Um 11.40 Uhr hörten mehrere Zeugen einen lauten Knall, woraufhin sie die Polizei benachrichteten. Zudem meldeten die Zeugen, dass in einer Wohnung in der Nähe Fensterscheiben zerborsten sind.

Die Polizei sperrte die Brännkyrkagatan im Bezirk Södermalm ab und untersuchte die Umgebung und Wohnung. Vor Ort fand die Polizei keinerlei Spuren einer Explosion und auch keine Ursache des Knalls. Offenbar habe sich der Knall aber keinesfalls in der Wohnung ereignet, in der die Fensterscheiben zerbrachen. Dort war alles friedlich und nichts deute auf ein Verbrechen hin. Der Eigentümer der Wohnung war zu Hause und wollte Vorhänge aufhängen, wie SVT den Polizeisprecher Näverberg zitiert.

Etwas verwundert ist Näverberg über die internationale Aufmerksamkeit, die der Knall auslöst. Die Strassensperre ist nach einer kurzen Untersuchung wieder aufgehoben worden, die Polizei vermutet kein Verbrechen hinter dem Knall. Doch der Verdacht, dass es eine Explosion gab, erregte grosse Aufmerksamkeit in den internationalen Medien. Näverberg wurde von CNN, BBC und anderen ausländischen Medien interviewt. Die Medien spekulierten über ein Gasleck, was so nicht stimme. Es gebe viel Lärm um nichts, sagt Näverberg.

(red)


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