Sturz von Simon Ammann glimpflich ausgegangen

Simon Ammann muss erneut einen Sturz mental verarbeiten (Archivaufnahme)
Simon Ammann muss erneut einen Sturz mental verarbeiten (Archivaufnahme) © KEYSTONE/URS FLUEELER
Simon Ammann stürzt in Planica in der Qualifikation zum vorletzten Skispringen der Saison. Der Schweizer bleibt unverletzt.Der Toggenburger erlebte wie die knapp 30’000 Zuschauer eine Schrecksekunde. Ammann ging nach einem Flug auf 201 m ähnlich wie Anfang Januar 2015 in Bischofshofen zu Boden.

Bei der Landung zog es ihm die Ski auseinander, und er kippte nach vorne. Allerdings konnte sich der 34-Jährige diesmal mit den Armen auffangen, er schlug nicht mit dem Gesicht auf. So rutschte der Routinier bäuchlings den Hang hinunter. Er stand gleich wieder auf und winkte ins Publikum.

Der vierfache Olympiasieger blieb unverletzt, verpasste aber wie Gregor Deschwanden die Qualifikation für den Wettkampf. Für das Finale am Sonntag hingegen ist Ammann als Nummer 16 des Weltcup-Klassements gesetzt. Voraussichtlich werde er an den Start gehen, teilte er am Freitagabend mit.

Spekuliert wird nun auch, ob der Zwischenfall einen Einfluss auf ein mögliches Ende von Ammanns Karriere haben wird. “Ich brauche nach diesem Winter etwas Abstand, um das Erlebte setzen zu lassen”, hatte Ammann schon vor dem Saisonfinale in Planica gegenüber der Nachrichtenagentur dpa erklärt. “Es gibt viele Dinge, die stimmen müssen, damit ich weitermache – und im Moment sind für mich noch einige Fragen offen.”

Der eigentliche Wettkampf wurde zum Show-Fliegen der Slowenen. Vor dem Heimpublikum schafften sie einen Doppelsieg, allerdings nicht in der erwarteten Reihenfolge. Robert Kranjec bezwang mit Flügen auf 224,5 und 236 m seinen Teamkollegen Peter Prevc, der im Finaldurchgang mit der Tagesbestweite von 242 m noch auf Rang 2 vorstiess.

(SDA)


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