Sudanesischer Flüchtling erhält nach Lauf durch Eurotunnel Asyl

Täglich versuchen Flüchtlinge und Migranten einen Weg durch den Eurotunnel nach Grossbriannien zu finden. Ein junger sudanesischer Flüchtling schaffte den lebensgefährlichen 50 Kilometer Dauerlauf durch den Eisenbahntunnel. Er erhielt Asyl, muss aber wegen Verkehrsbehinderung vor Gericht.
Täglich versuchen Flüchtlinge und Migranten einen Weg durch den Eurotunnel nach Grossbriannien zu finden. Ein junger sudanesischer Flüchtling schaffte den lebensgefährlichen 50 Kilometer Dauerlauf durch den Eisenbahntunnel. Er erhielt Asyl, muss aber wegen Verkehrsbehinderung vor Gericht. © KEYSTONE/EPA/YOAN VALAT
Vier Monate nach seinem gefährlichen Lauf durch den Eurotunnel unter dem Ärmelkanal von Frankreich nach Grossbritannien hat ein sudanesischer Flüchtling Asyl in Grossbritannien erhalten. Sein Antrag wurde am 24. Dezember bewilligt.

Wie der Rechtsbeistand des 40-jährigen Abdul Rahman Harun am Montag erklärte, sei die Nachricht aber erst am Montag überbracht worden, als Harun vor Gericht in Canterbury erschien, wo ein Prozess wegen Verkehrsbehinderung starten sollte. Dieser wurde um zwei Wochen vertagt.

Harun war im August kurz vor dem Tunnelausgang in Grossbritannien festgenommen worden. Er hatte die rund 50 Kilometer lange Strecke zuvor im Dauerlauf bewältigt. Kurz nach seiner Ankunft in Grossbritannien beantragte Harun Asyl, seit seiner Festnahme sass er wegen des Vorwurfs der Verkehrsbehinderung in Untersuchungshaft.

Am Montag entschied das Gericht, Harun freizulassen. Er muss sich aber wöchentlich bei der Polizei melden. Am 18. Januar soll er erneut vor Gericht erscheinen.

(SDA)


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