SVP verzichtet auf 2. Wahlgang

Wer schafft im zweiten Wahlgang den Sprung ins Rathaus?
Wer schafft im zweiten Wahlgang den Sprung ins Rathaus? © Urs Bucher/St.Galler Tagblatt Archiv
Die SVP tritt nicht zum zweiten Wahlgang bei den Stadtratswahlen in St.Gallen an. Eine Wahlempfehlung gibt die Partei jedoch nicht ab, sie teilt lediglich Seitenhiebe gegen die FDP und die CVP aus.

«Beim ersten Wahlgang verzichtete die SVP auf eine eigene Kandidatur, um die bürgerliche Mehrheit im Stadtrat nicht zu gefährden», schreibt die Partei in einer Mitteilung. Dass die FDP einen Kampfkandidaten ins Rennen geschickt hat, kam bei der SVP aber offensichtlich nicht gut an: «Dies hinderte die FDP nicht, die bürgerliche Mehrheit mit einer zweiten Kandidatur in Frage zu stellen.»

Die SVP wird auch beim zweiten Wahlgang nicht antreten. Eine explizite Empfehlung für die bürgerliche Kandidatin Patrizia Adam (CVP) gibt die Partei trotzdem nicht ab. Die SVP schreibt mit Blick auf das Resultat Adams: «Das absolute Mehr ist auch für Bisherige zu einer Hürde geworden, für Neue jedoch nicht unüberwindbar. Offenbar beurteilen die Stimmberechtigten die Leistungen genauer, als dies früher der Fall war.» Patrizia Adam verpasste die Wiederwahl um 237 Stimmen.

Zufrieden ist die SVP mit dem Resultat der Stadtparlamentswahlen. Die Partei kommt weiterhin auf neun Sitze. «Erfreulich ist zudem, dass die Frauen nun einen Drittel der SVP-Fraktion stellen – die SVP weist somit die höchste Frauenquote im bürgerlichen Lager auf», heisst es.

Der zweite Wahlgang für den letzten verbleibenden Sitz im St.Galler Stadtrat findet am 27. November statt. Die einzigen Kandidatinnen sind Patrizia Adam (CVP, bisher) und Maria Pappa (SP).

(red.)


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