Tafer und der Schnee bringen die Wende in St. Gallen

Yannis Tafer, links, und Danijel Aleksic von St. Gallen, jubeln nach Tafers Tor zum 2-1,im Fussball Super League Spiel zwischen dem FC St. Gallen und dem FC Basel.
Yannis Tafer, links, und Danijel Aleksic von St. Gallen, jubeln nach Tafers Tor zum 2-1,im Fussball Super League Spiel zwischen dem FC St. Gallen und dem FC Basel. © (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Der FC St.Gallen schlägt Basel 2:1. Für die Espen ist es der dritte Sieg in Serie. Yannis Tafer führt mit seinen beiden Toren die Wende herbei.

St. Gallen bleibt ein unbequemer Gegner für den FC Basel. Schon in der letzten Saison wiesen die Ostschweizer gegen den Meister eine positive Bilanz auf (7 Punkte in vier Spielen). Diesmal kamen sie nach einer knappen Auswärtsniederlage zu einem nicht unverdienten Sieg vor eigenem Publikum. Yannis Tafer schoss die beiden Tore für St. Gallen nach schönen Kombinationen. Beim 1:1 traf der Franzose nach Vorarbeit von Edgar Salli und Geoffrey Tréand aus acht Metern in die nahe Ecke (38.). Beim Siegestor schlenzte er den Ball nach einem Dribbling und dem Zuspiel von Mario Mutsch mit dem rechten Fuss in die weite Ecke (68.).

St. Gallen hat den Sieg nicht gestohlen, auch wenn Basel in der Schlussphase mit vier Stürmern viel Druck machte. In der 86. Minute rettete Torhüter Daniel Lopar den Sieg, indem er innerhalb von zwei Sekunden die Abschlüsse der eingewechselten Luca Zuffi und Birkir Bjarnason abwehrte.

Mit den schwierigen Bedingungen kamen die Ostschweizer insofern besser zurecht, indem sie genau dann ins Spiel fanden, als nach rund einer halben Stunde Schnee fiel und das Terrain rutschig wurde. Das Wetter war wie geschaffen für die St. Galler. Der Rasen war zwar absolut bespielbar, doch war das technisch bessere Team darauf klar im Nachteil. Die St. Galler konnten so mit viel Kampf die technischen Defizite gegenüber den Baslern ausgleichen.

Basel muss sich den Vorwurf machen, dass aus der dominant geführten Startphase nicht mehr als eine knappe 1:0-Führung herausschaute. Marc Janko traf mit dem Kopf und nach einem Corner schon in der 6. Minute für den FCB. Wäre den Baslern noch vor dem Schneefall das zweite Tor gelungen, wäre ihnen ein ungemütlicher Nachmittag und vor allem die dritte Niederlage in den letzten acht Meisterschaftsspielen erspart geblieben. So aber verspielte der FCB in den letzten 180 Minuten fast die Hälfte seines 13-Punkte-Vorsprungs auf Verfolger GC.

St. Gallen – Basel 2:1 (1:1)

15’740 Zuschauer. – SR Lechner (Ö). – Tore: 5. Janko (Corner Xhaka) 0:1. 38. Tafer (Tréand) 1:1. 68. Tafer (Mutsch) 2:1.

St. Gallen: Lopar; Hefti, Gelmi, Angha, Facchinetti; Tréand, Mutsch, Aleksic (90. Eisenring), Tafer; Cavusevic (71. Mathys); Salli (86. Everton).

Basel: Vaclik; Michael Lang, Suchy, Akanji (46. Zuffi), Safari; Elneny, Xhaka; Embolo, Kuzmanovic (74. Ajeti), Gashi (67. Bjarnason); Janko.

Bemerkungen: St. Gallen ohne Steven Lang (gesperrt) sowie Dziwniel, Gotal, Russo, Janjatovic, Lässer, Scherrer und Wiss (alle verletzt), Basel ohne Degen, Hoegh, Delgado und Samuel (alle verletzt) sowie Kakitani und Ivanov (nicht im Aufgebot). 29. Pfostenschuss von Michael Lang. Verwarnungen: 78. Tréand (Foul). 88. Everton (Foul).

(SI)


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