«Tampons sind kein Luxusgut»

Ein Brunnen voller «Blut» in Zürich.
Ein Brunnen voller «Blut» in Zürich. © Aktivistin.ch
Feministinnen haben heute Dienstag im Rahmen der Aktion #happytobleed das Wasser von verschiedenen Brunnen in Zürich rot eingefärbt. Sie demonstrieren damit gegen zu hohe Steuern auf Monatshygieneartikel. 

Auf Tampons und Binden gilt derzeit eine Mehrwertsteuer von acht Prozent. Davon hält die Gruppe «Aktivistin.ch» nichts. «Die Luxussteuer auf Hygieneartikel suggeriert, weibliche Bedürfnisse für ebendiese Artikel seien keine Notwendigkeit, kein Alltag und benachteiligen Frauen somit finanziell», heisst es in einer Mitteilung der Feministinnen.

Mit der Aktion #happytobleed (glücklich, zu bluten) möchten die Initiantinnen gegen die «Sexualisierung des weiblichen Körpers in unserer Lifestyle-Kultur» und das «bestehende Schamgefühl in Bezug auf den eigenen Körper im Speziellen während der Menstruation» vorgehen. Die Frauen fordern einen reduzierten Satz von zweieinhalb Prozent Mehrwertsteuer auf Menstruationshygieneartikel – wie dies auch bei anderen Gütern des alltäglichen Eigenverbrauchs der Fall sei. «Jede Frau hat rund 444 Mal in ihrem Leben ihre Tage», schreiben die Aktivistinnen. Dies sei wohl kaum ein Luxus.

Wer am Dienstagmorgen in Zürich unterwegs war, dürfte das «Blut» in verschiedenen städtischen Brunnen gesehen haben. Aber keine Angst: Es handelt sich lediglich um Lebensmittelfarbe.

(red)


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