Taxifahrer in der Schweiz protestieren gegen Uber

Basler Taxifahrer machen gegen Uber mobil. Ähnliche Aktionen gab es in Zürich und Genf.
Basler Taxifahrer machen gegen Uber mobil. Ähnliche Aktionen gab es in Zürich und Genf. © KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS
Knapp 400 Taxifahrer haben am Dienstag in verschiedenen Schweizer Städten gegen den Fahrdienstanbieter Uber protestiert. In Autocorsos fuhren sie durch die Strassen von Zürich, Basel und Genf, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen.

In Basel beteiligten sich an der Aktion gegen Uber rund 80 Taxifahrerinnen und -fahrer, wie ein Unia-Sprecher zur sda sagte. Mit eingeschalteter Warnblinkanlage und vereinzelt auch hupend fuhren sie in einem Corso durch Basel. Verkehrsbehinderungen soll es laut dem Sprecher nicht gegeben haben.

Eine Delegation fuhr zudem vor dem Spiegelhof in der Innenstadt vor, wo der Basler Regierungsrat Baschi Dürr seinen Sitz hat. Dem Justiz- und Sicherheitsdirektor wurde ein Brief überreicht, in welchem er und die Regierung aufgerufen werden, gegen Uber vorzugehen.

Mit dem Brief wurde Dürr ein Dossier übergeben, das belegen soll, dass in Basel systematisch illegaler Personentransport stattfindet, wie dies die Observation von Uber-Fahrerinnen und Fahrern ergeben habe. Uber müsse nun zur Rechenschaft gezogen werden für Anstiftung zur systematischen Schwarzarbeit und illegalem berufsmässigem Personentransport.

In Genf fuhren gemäss Polizeiangaben am Nachmittag 122 Taxis in einem Autocorso durch die Stadt. In Zürich waren es 30 Taxis. Anlass für die neuerliche Aktion sei die Untätigkeit der Behörden in Zürich, sagte Christof Zellweger von der Taxiunion Zürich.

Tagtäglich würden die Zürcher Taxis massiv konkurrenziert durch das amerikanische Unternehmen, das sich nicht an die lokalen Gesetze halte. Die Missstände seien den zuständigen Behörden bekannt, aber es werde nichts unternommen, kritisierte Zellweger.

Die Taxibranche hatte im Mai verlangt, Uber müsse in der Schweiz verboten werden, solange sich der Fahrdienstanbieter über Gesetze hinwegsetze. Taxifahrer beklagen seit dem Markteintritt von Uber empfindliche Umsatzeinbussen.

Der Konkurrenzkampf unter den Fahrdiensten beschäftigt inzwischen auch den Bund. Mitte Juni hat der Nationalrat eine Motion angenommen, die verlangt, dass die Regeln für berufsmässige Personentransporte an die neuen Technologien angepasst werden. Damit sollen die Taxifahrer gleich lange Spiesse wie Uber erhalten. Der Bundesrat erklärte sich bereit, den Auftrag entgegenzunehmen.

(SDA)


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