Terroranschlag auch bei Kandidatendebatte in den USA im Zentrum

Die Bewerber für die US-Präsidentschaft auf Seiten der Demokraten messen sich in einer weiteren Debatte: Hillary Clinton und Bernie Sanders.
Die Bewerber für die US-Präsidentschaft auf Seiten der Demokraten messen sich in einer weiteren Debatte: Hillary Clinton und Bernie Sanders. © KEYSTONE/AP/CHARLIE NEIBERGALL
Die Terrorattacke in Paris hat die TV-Debatte der demokratischen US-Präsidentschaftsbewerber dominiert. Hillary Clinton rief die internationale Gemeinschaft zum gemeinsamen Kampf gegen den Dschihadismus auf.

Die Welt müsse zusammenstehen, um “die radikale dschihadistische Ideologie auszumerzen, die Gruppen wie den IS antreibt”, sagte die frühere Aussenministerin am Samstag in Des Moines bei der zweiten TV-Debatte der Präsidentschaftskandidaten ihrer Partei.

Der Schlagabtausch der Demokraten begann mit einer Schweigeminute für die mindestens 129 Toten der Anschlagsserie in Paris, zu der sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannt hatte.

Der IS müsse “besiegt” werden, sagte Clinton. Sie betonte aber, der Kampf richte sich nicht gegen alle Muslime. “Wir führen keinen Krieg gegen den Islam. Wir bekämpfen den gewaltsamen Extremismus.” Auch Clintons parteiinterner Rivale Martin O’Malley forderte einen entschlossenen Kampf gegen die IS-Miliz.

Ihr Mitbewerber Bernie Sanders erklärte indes, die USA seien mitverantwortlich für den Aufstieg der Dschihadistengruppe. Der Einmarsch in den Irak 2003, dem Clinton damals zustimmte, habe die Region vollkommen destabilisiert und zur Ausbreitung von Gruppen wie Al-Kaida und dem IS geführt.

(SDA)


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