Tollwut fordert jährlich zehntausende Opfer

WHO-Direktorin Margaret Chan in Genf.
WHO-Direktorin Margaret Chan in Genf. © KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI
Die Tollwut fordert laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) jährlich zehntausende Tote. Ein neuer Aktionsplan soll nun helfen, diese Krankheit auszurotten. Die einfachste Lösung ist die Impfung von Hunden.

Ursache für Tollwut beim Menschen sind laut WHO in 99 Prozent der Fälle Hundebisse, wie es am Donnerstag in Genf bei der Präsentation der Massnahmen gegen die Krankheit hiess.

Laut der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) ist die Impfung von Hunden deshalb die kostengünstigste und effizienteste Methode, um Menschen vor Tollwut zu schützen. Eine Impfung für Hunde kostet weniger als einen Dollar. 2015 haben die WHO und die OIE über 15 Millionen Impfdosen in verschiedenen Ländern verteilt.

Im weiteren empfehlen die WHO und OIE sowie die Globale Allianz gegen Tollwut (GARC) auch eine Impfung für Menschen. Diese verhindere eine Infektion mit der Krankheit zu 100 Prozent, sagte WHO-Generaldirektorin Margaret Chan.

Die Impfung sei jedoch in den betroffenen Regionen schwer zu erhalten: 80 Prozent der Tollwutopfer leben in armen oder ländlichen Regionen Afrikas und Asiens. Zudem kostet die Impfung für Menschen um ein vielfaches mehr; zwischen 40 und 50 Dollar. Wie die WHO weiter informierte, sind 40 Prozent der Opfer Kinder unter 15 Jahren.

(SDA)


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