Tops und Flops: Wenn Schauspieler singen

Als männlicher Jugendlicher in den 90ern kam man an Carmen Electra nicht vorbei.
Als männlicher Jugendlicher in den 90ern kam man an Carmen Electra nicht vorbei. © Getty Images
Wie sagt man doch immer: Schuster, bleib bei deinen Leisten. Und was für Schuhmacher gilt, gilt eben meist auch für Schauspielerinnen und Schauspieler. Wir haben einige Tops und Flops der musikalischen Gehversuche gesammelt.

Wieso viele Schauspielerinnen und Schauspieler das Gefühl haben, sie müssten auch noch eine Musik-Karriere machen, ist nicht bekannt. Klar, mit ihrem Status haben sie schon mal einen leichten Einstieg ins Business: Aufs Geld müssen sie nicht schauen, einen Plattenvertrag gibt’s schnell mal, da die Fans die Scheiben schon kaufen werden. Und manchmal funktioniert das ja auch ganz gut, siehe zum Beispiel Vanessa Paradis, David Hasselhoff, Miley Cyrus, Zooey Deschanel, Will Smith oder Jennifer Lopez.

Doch Erfolg als Schauspielerin oder Schauspieler heisst noch lange nicht, dass es dann auch mit der Musik-Karriere klappt. Wir haben hier 16 Beispiele.

1. William Shatner

Captain Kirk ist ein Held. Der Schauspieler William Shatner hat aber nicht nur im Weltall die Zügel fest in der Hand, auch auf Twitter begeistert er regelmässig mit witzigen Kommentaren. Nie wirklich in höhere Sphären ist er mit seiner Gesangskarriere gekommen. Seine Version von «Lucy In The Sky With Diamonds» wurde sogar einmal zum schlechtesten Beatles-Cover gewählt. Sein Stil kann man eher als «Spoken Word» statt Gesang bezeichnen. Ganze vier Alben veröffentlichte Shatner.

2. Brian Austin Green

Wer erinnert sich noch an «Beverly Hills, 90210»? Brian Austin Green machte in der Serie auch als David Silver Musik. Als Brian Green versuchte er sich als Rapper, allerdings nie wirklich erfolgreich. Wieso er nicht der Eminem-Vorgänger wurde, ist uns ein Rätsel:

3. Jennifer Love Hewitt

Ja, Jennifer Love Hewitt ist auch Sängerin. Sie hat bereits fünf Alben und einige Singles veröffentlicht. Wer nun musikalische Höhenflüge erwartet, sollte sich einfach mal den Titel ihres 1995er-Albums – das übrigens nur in den USA erschien – auf der Zunge zergehen lassen: «Let’s Go Bang»

4. Bruce Willis

Bruce ist ein harter Typ. Zumindest in vielen seiner Filme. Musikalisch orientierte sich Willis eher am Soul und Funk. Seine Alben «The Return of Bruno» und «If It Don’t Kill You, It Just Makes You Stronger» liess er in den geschichtsträchtigen Motown-Studios aufnehmen. Willis war sogar ziemlich erfolgreich mit der Musik. «The Return of Bruno» wurde mit Platin ausgezeichnet.

5. Steven Seagal

Steven Seagal kann nicht nur hart zuschlagen, nein, er kann auch sanften Country. Erfolg hatte er damit jedoch fast nur in Frankreich – wieso auch immer… Seagal mag zwar in seinen Filmen jeden Gegner treffen, bei den Tönen ist er leider nicht ganz so treffsicher.

6. Scarlett Johansson

Zumindest hat sich Johansson grosse Kaliber für ihr Album ausgesucht. Auf «Anywhere I Lay My Head», einem Album mit Tom-Waits-Cover-Versionen, wird sie unter anderem von David Bowie und den Yeah Yeah Yeahs unterstützt.

7. Russell Crowe

Russ le Roq. Diesen edlen Namen wählte sich Russell Crowe als Musiker-Pseudonym. Doch nicht nur. Auch mit Roman Antix, 30 Odd Foot Grunts oder The Ordinary Fear of God versuchte er sich als Musiker. Bisher liegt die Betonung auf «versuchte». Immerhin scheint er Spass dabei zu haben.

8. Don Johnson

Bei singenden Schauspielern kommt man an Don Johnson kaum vorbei. Er veröffentlichte zwar nur zwei Alben, stürmte mit diesen jedoch auch in der Schweiz die Charts. Als Sonny Crockett eroberte er zeitgleich die TV-Bildschirme. Wie gross Johnson als Sänger wirklich war, zeigte sich nur schon daran, dass er Whoopi Goldberg, Olivia Brown und sogar Barbra Streisand als Background-Sängerinnen hatte.

9. Milla Jovovich

Bevor Milla Jovovich im gefühlt 30. «Resident Evil»-Film auf Zombie-Jagd ging, versuchte sich das Supermodel auch als Sängerin. Es entstanden einige nette Liedchen, die etwa so viel Tiefe hatten, wie Alice, die Hauptfigur in den RE-Filmen. Immerhin konsequent.

10. Bill Murray

«Fear and Loathing in Las Vegas» kennen wohl die meisten Kinofans. Was weniger Leute wissen: 1980 gab es diesen Film schon einmal. Damals verkörperte Bill Murray den Journalisten und Autor Hunter S. Thompson im Film «Where the Buffalo Roam». Für den Soundtrack nahm er auch eine Version von «Lucy In The Sky With Diamonds» auf. Weil wir diesen schönen Song aber bereits von William Shatner hatten, gibt es hier «Gloria»:

11. Lindsay Lohan

Lohan wurde eine riesige Film- und Musik-Karriere vorausgesagt. Irgendwie kamen da aber Drogen, Alkohol und schliesslich das Gesetz dazwischen. Schade eigentlich.

12. Carmen Electra

Erinnert sich noch jemand an Carmen Electra? Zumindest wer in den 1990er Jahren in der Pubertät war, denkt gerne an die schönen «Baywatch»-Szenen mit Electra zurück. Das ehemalige Playboy-Model sah unglaublich gut im Badeanzug aus. Auch sonst, zum Beispiel in ihren Fitness-Videos, machte sie eine gute Figur. Dass sie weder schauspielern noch singen konnte, wurde ihr grosszügig verziehen.

13. Chloe Bennet

Ihre Schauspielkarriere ist noch jung, als Musikerin hat sie schon ein bisschen mehr Erfahrung. Chloe Bennet ist zumindest den Comic-Fans durch ihre Rolle in «Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D.» ein Begriff. Unter ihrem richtigen Namen Chloe Wang veröffentlichte sie ein paar Songs in Englisch und Mandarin:

14. Robert Downey Jr.

Bleiben wir gleich bei den Comic-Helden. Iron Man Robert Downey Jr. gab 2004 ein Album raus. Allerdings war es nicht sehr erfolgreich. Wir wissen nicht wieso, schliesslich kann Downey Jr. gar nicht so schlecht singen:

15. Alyssa Milano

Milano bekam in Japan und Südkorea für ihre Alben Platin, hier kennt man die musikalische Seite der «Charmed»-Darstellerin kaum. Leider gab es zu dieser Zeit noch nicht so gute Auto-Tune-Effekte…

16. Eddie Murphy

Keine Liste mit Schauspielern und Sängern wäre vollständig ohne Eddie Murphy. Murphy kann schliesslich so ziemlich alles problemlos. Seine Stand-Up-Comedy ist legendär – seine Filme lockten Millionen ins Kino. Und dann war da noch die Musik:

(rr)


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