Tote und Verletzte bei Gefechten in Ukraine

Die Kämpfe in der Ukraine gehen weiter: Ein prorussischer Kämpfer patrouilliert bei einem Dorf in der Nähe von Donezk.
Die Kämpfe in der Ukraine gehen weiter: Ein prorussischer Kämpfer patrouilliert bei einem Dorf in der Nähe von Donezk. © KEYSTONE/EPA/ALEXANDER ERMOCHENKO
Bei Feuergefechten im Konfliktgebiet Ostukraine sind mindestens zwei Regierungssoldaten und eine Zivilistin getötet worden. Vor allem nahe der Separatistenhochburg Donezk ist es wiederholt zu Schusswechseln gekommen.

Das sagte Alexander Motusjanik vom Präsidialamt in Kiew am Sonntag örtlichen Medien zufolge. Bei der Ortschaft Majorsk sei bereits am Freitag ein Angriff der prorussischen Aufständischen zurückgeschlagen worden, sagte Motusjanik.

Verstösse gegen die vereinbarte Waffenruhe gab es demnach auch bei den Dörfern Schyrokyne und Hranitne östlich der strategisch wichtigen Hafenstadt Mariupol. Drei Soldaten seien verletzt worden.

Die Aufständischen berichteten von Schüssen auf das Dorf Saizewo nördlich von Donezk. Dabei sei eine Frau getötet worden. Separatistensprecher Eduard Bassurin schrieb den Angriff dem ukrainischen Freiwilligenbataillon Aidar zu.

Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) wurden nach eigenen Angaben bei der Ortschaft Jurjiwka im Luhansker Gebiet von prorussischen Kämpfern mit der Waffe bedroht.

Die OSZE baut ihre Präsenz in der Unruheregion aus. Den Aufständischen zufolge installierten OSZE-Beobachter Internetkameras zur Videoüberwachung der Waffenruhe und des Abzugs von schwerem Gerät in der Nähe des zerstörten Flughafens von Donezk. Gleiches wurde über das Dorf Lebedynske östlich von Mariupol berichtet.

Eine Bestätigung der OSZE dafür gab es zunächst nicht. Der Vizechef der OSZE-Mission, Alexander Hug, traf zu Gesprächen in Donezk ein.

An diesem Montag wird zudem US-Vizepräsident Joe Biden zu Gesprächen in Kiew erwartet. Er will mit Präsident Petro Poroschenko und Regierungschef Arseni Jazenjuk unter anderem über die Umsetzung des im Februar in Minsk beschlossenen Friedensabkommens sprechen.

Für diesen Dienstag sind eine Rede vor dem Parlament und ein Treffen mit dem Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko geplant.

(SDA)


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