Elf Partner einigen sich auf neuen TPP-Vertrag

Elf Pazifikanrainerstaaten wollen - trotz Ausstieg der USA - nicht auf ein Freihandelsabkommen verzichten. Kanadas Premierminister Trudeau kündigte in Davos den Abschluss eines solchen Vertrags im März an.
Elf Pazifikanrainerstaaten wollen - trotz Ausstieg der USA - nicht auf ein Freihandelsabkommen verzichten. Kanadas Premierminister Trudeau kündigte in Davos den Abschluss eines solchen Vertrags im März an. © KEYSTONE/AP/MARKUS SCHREIBER
Der kanadische Regierungschef Justin Trudeau hat am Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos den Abschluss eines neuen Freihandelsabkommens für den Pazifikraum bekanntgegeben. «Es wird zum Nutzen aller Partner sein», sagte er in einer Rede am Dienstag.

Die USA sind bei der CPTPP genannten Vereinbarung nicht dabei. Trump hatte das fertig ausgehandelte Abkommen für eine Transpazifische Partnerschaft (TPP) gleich nach seinem Amtsantritt aufgekündigt. Er setzt stattdessen auf Einzelvereinbarungen mit anderen Staaten, um seine «America First»-Politik («Amerika zuerst») zum Erfolg zu bringen.

«Wir sehen viel Skepsis gegenüber dem freien Handel weltweit», sagte Trudeau. Mit Blick auf das Nordamerikanische Freihandelsabkommen Nafta, das Trump neu verhandeln will, sagte der kanadische Regierungschef: «Wir bemühen uns, unseren Nachbarn im Süden zu überzeugen, wie gut Nafta ist.»

Die elf verbliebenen Partnerstaaten wollen das Transpazifische Freihandelsabkommen im März in Chile besiegeln. Es sieht unter anderem den Wegfall von Zöllen auf Agrar- und Industrieprodukte vor.

Beteiligen wollen sich Australien, Brunei, Chile, Japan, Kanada, Malaysia, Mexiko, Neuseeland, Peru, Singapur und Vietnam. Die Länder wollen sich damit auch besser gegen die wirtschaftliche Vormachtstellung Chinas in der Region wappnen.

(SDA)


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