Unsere Pfarrerin erklärt das Osterfest

Unsere Pfarrerin erklärt, was Eier und Hasen mit Ostern zu tun haben.
Unsere Pfarrerin erklärt, was Eier und Hasen mit Ostern zu tun haben. © iStock
Wir geniessen ein verlängertes Wochenende mit Hasen und Eiern aus Schokolade. Aber worum geht es an Ostern überhaupt? FM1-Pfarrerin Charlotte Küng erklärt, weshalb die Feiertage auch heute noch hochaktuell sind.

«Wir haben an Ostern keine Schule», «Ich glaube, Ostern hat etwas mit Jesus zu tun» – es ist gar nicht so einfach, bei den christlichen Feiertagen den Überblick zu behalten. Unsere Pfarrerin bringt wortwörtlich Licht ins Dunkel.

Eine Abschiedsparty und die absolute Katastrophe

Den Gründonnerstag kann man sich gemäss Charlotte Küng wie eine Abschiedsparty vorstellen. «Da herrscht eine Stimmung, als ob jemand, der einem ganz nahe steht, für eine längere Zeit verreist», erklärt sie in der aktuellen «Gott und d’Wält»-Ausgabe. Am Tag danach, dem Karfreitag, folge dann die absolute Katastrophe. «Jesus wird gefoltert und qualvoll am Kreuz ermordet. Nur ganz wenige halten noch zu ihm.»

«Hoffnung auf ein neues Leben»

Die absolute Katastrophe wird drei Tage nach der Kreuzigung durch ein Happy End abgelöst, das im wissenschaftlichen Sinn ein Wunder darstellt. «Jesus lebt wieder. Das übersteigt das menschliche Denken», erklärt die FM1-Pfarrerin. Im übertragenen Sinn bedeutet das für Charlotte Küng: «Es besteht die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod, das anders ist, als es zuvor war.»

Menschen in «ständigem Karfreitag»

Die Ostergeschichte empfindet unsere Haustheologin keineswegs als verstaubt. Es gebe Personen, die in einem «ständigen Karfreitag» leben und ausgenützt, unter Druck gesetzt und gemobbt werden. «Ostern ist für mich hochaktuell. Das Fest zeigt, dass Gott uns auch im grössten Leiden nicht alleine lässt.»

FM1-Pfarrerin Charlotte Küng (Bild: FM1Today)

FM1-Pfarrerin Charlotte Küng (Bild: FM1Today)

Eier und Hasen als Symbole für neues Leben

Stöbert man in den Gestellen der Detailhändler, findet man Osterhasen und -eier in vielen Variationen. Doch was haben diese Traditionen mit der Ostergeschichte zu tun? Eier seien ein Symbol für neues Leben, die Wiedergeburt, erklärt Charlotte Küng. Zudem sei es früher verboten gewesen, während der Fastenzeit Eier zu essen. «Am Ostersonntag waren sie deshalb etwas ganz Besonderes.»

Einen Osterhasen hat vor rund 300 Jahren zum ersten Mal ein deutscher Mediziner erwähnt. «Er steht für den Frühling, die Fruchtbarkeit, das Leben, das immer wieder neu ensteht», sagt die FM1-Pfarrerin.

(lag)


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