Unternehmer Shkreli bietet zehn Millionen Dollar für Kanye-Album

Pharma-Unternehmer Martin Shkreli - hier vor einer Woche siegessicher bei einer Anhörung über seine menschenfeindliche Preispolitik - bietet 10 Millionen Dollar, wenn er Kanye Wests Album ganz für sich allein haben kann (Archiv).
Pharma-Unternehmer Martin Shkreli - hier vor einer Woche siegessicher bei einer Anhörung über seine menschenfeindliche Preispolitik - bietet 10 Millionen Dollar, wenn er Kanye Wests Album ganz für sich allein haben kann (Archiv). © /AP/SUSAN WALSH
Der umstrittene Unternehmer Martin Shkreli hat für den exklusiven Kauf des neuen Kanye-West-Albums “The Life of Pablo” zehn Millionen Dollar geboten. Shkreli, der viel Geld gemacht hat mit überteuerten Medikamenten, hat bereits ein anderes Album exklusiv erworben.

Statt das am Donnerstag in New York vorgestellte Album für ein Millionenpublikum zu veröffentlichen, solle der Rapper es allein an Shkreli verkaufen, twitterte der 32-Jährige an den Rapper. “Ich vermute, Sie (und Ihre Partner) werden diese finanzielle Vereinbarung attraktiver finden als die derzeitige Vorgehensweise.”

Eigentlich hatte das Album ab Donnerstag verfügbar sein sollen. Verärgerten Fans antwortete Shkreli auf Twitter: “Es geht nicht darum, den Menschen die Musik wegzunehmen. Es geht darum, alle daran zu erinnern, wie wichtig und zentral sie in unserem Leben ist.”

Shkreli, der durch die extreme Verteuerung eines wichtigen Medikaments gegen Immunschwäche heftig in die Kritik geraten ist, hatte zuvor ein Album des Wu-Tang Clan für rund zwei Millionen Dollar gekauft. Die Rap-Gruppe hatte “Once Upon a Time in Shaolin”, von der nur ein einziges Exemplar existiert, im Dezember dem meistbietenden Shkreli verkauft.

Da Kanye West bei Universal unter Vertrag steht, müsste er das Angebot erst mit dem Label diskutieren. Zudem ist unklar, ob Shkreli die Summe wirklich aufbringen kann, da gegen ihn ein Prozess wegen Betrugsvorwürfen läuft. Dabei geht es um Anschuldigungen im Zusammenhang mit seinem früheren Job als Chef der Pharmafirma Retrophin. Er soll Geldbeträge in Millionenhöhe abgezweigt haben, um Verluste bei seinem Hedgefonds auszugleichen.

(SDA)


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