US-Armee richtet tausende Stillräume für Soldatinnen ein

Eine US-Soldatin zupft sich in Bagdad die Augenbrauen. Die US-Armee will mehr für ihre weiblichen Mitglieder tun und richtet unter anderem Stillräume ein. (Symbolbild)
Eine US-Soldatin zupft sich in Bagdad die Augenbrauen. Die US-Armee will mehr für ihre weiblichen Mitglieder tun und richtet unter anderem Stillräume ein. (Symbolbild) © KEYSTONE/AP/MAYA ALLERUZZO
Die US-Armee richtet tausende Stillräume für Soldatinnen ein, die ihren Babys die Brust geben wollen. Das kündigte Verteidigungsminister Ashton Carter am Donnerstag als Teil eines Pakets von familienfreundlichen Massnahmen an.

Das Militär könne “relativ günstige Verbesserungen erreichen, damit unsere Arbeitsstätten besser auf Frauen zugeschnitten sind, die aus dem Mutterschutz zurückkehren”, sagte Carter vor Journalisten im Pentagon.

Laut den neuen Regeln muss jede Militäreinrichtung mit mehr als 50 Frauen einen Raum für Mütter bereitstellen – das sind insgesamt rund 3600 solcher Räume.

Die Idee habe er von seiner Freundin Sheryl Sandberg, sagte Carter. Die Facebook-Geschäftsführerin hat einen Bestseller über die Probleme von Frauen in Führungspositionen geschrieben, “Lean In: Frauen und der Wille zum Erfolg”.

Carter will die Streitkräfte attraktiver auch für Frauen machen. In der US-Armee machen Frauen derzeit rund 15 Prozent der gut 1,34 Millionen Mitglieder aus. Zu den am Donnerstag verkündeten Reformen gehört auch die Einführung eines bezahlten Mutterschutzes von zwölf Wochen, der Vaterschaftsurlaub wird auf zwei Wochen verlängert.

Das bedeutet zwar eine Verdopplung des Mutterschutzes bei Heer und Luftwaffe, für die Marine ist es dagegen eine Enttäuschung: Dort waren bislang 18 Wochen Mutterschutz möglich.

(SDA)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen