USA bezahlen Grenzsicherung

Tunesische Soldaten bei einem Einsatz im Grenzgebiet zu Libyen. Für die Grenzsicherung soll künftig ein neues elektronisches System zum Einsatz kommen, das die USA finanzieren. (Archivbild)
Tunesische Soldaten bei einem Einsatz im Grenzgebiet zu Libyen. Für die Grenzsicherung soll künftig ein neues elektronisches System zum Einsatz kommen, das die USA finanzieren. (Archivbild) © KEYSTONE/EPA/STRINGER
Die USA planen die Errichtung eines elektronischen Systems zur Überwachung der Grenze Tunesiens zum benachbarten Krisenstaat Libyen. Washington bezahlt nach offiziellen Angaben 24,9 Millionen Dollar für den Aufbau des Systems.

Nach Angaben der US-Botschaft in Tunesiens Hauptstadt Tunis vom Freitag soll ein integriertes System aufgebaut werden, das sich sowohl auf Sensoren als auch auf allgemein gebräuchliche Sicherheitstechnik stützt.

Zudem sollen demnach tunesische Sicherheitskräfte speziell für den Betrieb und die Nutzung des Systems ausgebildet werden. Wann die neuen Anlagen einsatzbereit sein sollen, blieb offen.

Aus Diplomatenkreisen hiess es zudem, zwei US-Unternehmen seien bereits mit der Umsetzung beauftragt worden.

In Libyen herrschen seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 Chaos und Gewalt. Das Land wird von dutzenden bewaffneten Milizen beherrscht, die neben zwei rivalisierenden Regierungen und Parlamenten um die Macht ringen. Die Terrormiliz Islamischer Staat konnte sich dadurch im Land festsetzen.

Am 17. Dezember unterzeichneten Vertreter beider Regierungen in Marokko ein von den Vereinten Nationen vermitteltes Abkommen für einen Ausweg aus der Staatskrise. Der Vertrag sieht eine Einheitsregierung für eine Übergangszeit von bis zu zwei Jahren vor. Zudem sollen eine neue Verfassung verabschiedet und Parlamentswahlen organisiert werden.

(SDA)


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