Varoufakis gründet Anfang Februar in Berlin neue Bewegung

Sie wollen einfach nicht verstehen - das wird Gianis Varoufakis durch den Kopf gegangen sein, als er im Juni 2015 als griechischer Finanzminister in Brüssel mit seinen EU-Amtskollegen debattierte.
Sie wollen einfach nicht verstehen - das wird Gianis Varoufakis durch den Kopf gegangen sein, als er im Juni 2015 als griechischer Finanzminister in Brüssel mit seinen EU-Amtskollegen debattierte. © KEYSTONE/EPA/OLIVIER HOSLET
Der frühere griechische Finanzminister Gianis Varoufakis will nach einem Zeitungsbericht Anfang Februar in Berlin eine linke paneuropäische Bewegung gründen. Das Projekt soll “Democracy in Europe Movement 2025” heissen (“DiEM 25”).

Das berichtet die – nach eigenem Verständnis sozialistische – Tageszeitung “Neues Deutschland” in ihrer Ausgabe vom kommenden Montag. In der Berliner “Volksbühne” wolle Varoufakis am 9. Februar mit Mitstreitern Ideen vorstellen, “wie man Europa demokratisieren und dessen schleichende Fragmentierung stoppen kann”.

Varoufakis hatte sich als Finanzminister gegen harte Sparauflagen der Retter-Institutionen für das hochverschuldete Griechenland hartnäckig gewehrt. Im Juli 2015 trat er zurück. Seitdem sucht der selbstbewusste Mann, der von einigen Medien zum Popstar und zur Gegenfigur des deutschen Spar-Finanzministers Wolfgang Schäuble stilisiert wurde, eine Bühne für ein Comeback.

“Neues Deutschland” mit Sitz in Berlin war von 1946 bis 1989 in der DDR das Zentralorgan der staatstragenden und zeitweise stalinistischen Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED).

(SDA)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen