Verletzte bei Ausschreitungen im Hotspot auf Lesbos

Verletzte bei Ausschreitungen im Hotspot auf Lesbos
© KEYSTONE/AP/PETROS GIANNAKOURIS
Bei Auseinandersetzungen zwischen Flüchtlingen auf der griechischen Insel Lesbos sind mindestens fünf Menschen verletzt worden. Wie die Polizei weiter mitteilte, war die Gewalt am Sonntagabend im Registrierungslager von Moria zunächst unter Jugendlichen ausgebrochen.

Sie habe dann auf andere Teile des Lagers übergegriffen. Rund 40 Minderjährige seien aus dem Lager geflüchtet. Die Lage beruhigte sich am Montagmorgen, wie örtliche Medien berichteten.

Die Flüchtlingslager von Moria und Kara-Tepe auf Lesbos sind restlos überfüllt. Platz gibt es dort eigentlich nur für 3500 Menschen. Insgesamt harren dort aber knapp 5400 Menschen aus. Auch die meisten Lager auf dem Festland sind überfüllt.

In Griechenland halten sich derzeit nach Angaben des Flüchtlingsstabes rund 60’000 Flüchtlinge und andere Migranten auf. Die für dieses Jahr versprochene Umsiedlung von 33 000 Flüchtlingen in andere EU-Länder kommt nicht voran. Bislang sind nach offiziellen Angaben nur knapp 3000 Menschen umgesiedelt worden.

Zwischen Sonntag- und Montagmorgen reisten aus der Türkei weitere 115 Migranten illegal in Griechenland ein.

Die griechische Polizei nahm derweil erneut Migranten fest, die mit gefälschten Pässen von den Ägäis-Inseln nach Deutschland und Tschechien sowie in die Schweiz fliegen wollten.

Die aus Äthiopien, der Elfenbeinküste, Afghanistan und Syrien stammenden Menschen hätten gefälschte japanische, polnische, niederländische und französische Reisedokumente vorgezeigt, teilte die Polizei mit. Es seien zudem drei Polen festgenommen worden, die als mutmassliche Schleuser gelten.

(SDA)


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