Vietnamesische Jurorin schwört in Freiburg auf ihre Heimweh-Düfte

Dass sie auf Festivals in der ganzen Welt eingeladen wird, findet die vietnamesische Erfolgs-Regisseurin Diep Hoang Nguyen nicht nur positiv: Auf der Kehrseite stehen Einsamkeit und Heimweh (Archiv).
Dass sie auf Festivals in der ganzen Welt eingeladen wird, findet die vietnamesische Erfolgs-Regisseurin Diep Hoang Nguyen nicht nur positiv: Auf der Kehrseite stehen Einsamkeit und Heimweh (Archiv). © /AP/DAVID AZIA
Morgen Samstag endet das Internationale Filmfestival Freiburg. Jurorin Diep Hoang Nguyen wird wohl froh sein, wieder heimkehren zu dürfen: Gegen ihr Heimweh helfen ihr in der Schweiz nur mitgebrachte Nudeln und Teekräuter sowie ein Öl, das nach Vietnam duftet.

Nachdem sie letztes Jahr auf dem Festival für “Flapping in the Middle of Nowhere” drei Preise bekommen hat, fühlt sich die 34-Jährige hier aber durchaus wohl, wie sie den “Freiburger Nachrichten” verriet. Das Internationale Filmfestival Freiburg gefalle ihr, weil alles nahe beieinander liege und es wie eine kleine Familie funktioniere.

Aber seit sie nach ihrem Durchbruch 2014 ständig von Festival zu Festival reise, fühle sie sich oft einsam. Denn sie möge keine Partys oder Empfänge, und das Essen in anderen Ländern schmecke ihr nicht. “Ich habe deshalb nicht nur meinen eigenen Tee im Gepäck, sondern auch stets asiatische Nudeln. Und ein Fläschchen ätherisches Öl, dessen Duft mich an Vietnam erinnert.”

Auch gute Filme würden ihr über Tiefs hinweghelfen, gesteht die Mutter zweier Schulkinder. Wenn sie ein Film bewege, würde sie eigentlich gern auf Facebook darüber posten – nur leider dürfe sie das als Jurorin nicht.

(SDA)


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