Waldspielgruppe kämpft gegen Vandalen

Feuer anzünden und spielen, das wollen die Kinder der Waldspielgruppe Grabs. Doch stattdessen müssen sie aufräumen. Seit über zwei Monaten zerstören Vandalen ihre Anlage. Eine Fotofalle soll die Täter jetzt abschrecken.

«Es ist einfach frustrierend» sagt Manuela Kühne, Leiterin der Waldpielgruppe Grabs, als sie die Anlage ihrer Gruppe dem Ostschweizer Fernsehen TVO  zeigt. Das Feuerholz ist verbraucht, Abfall liegt herum, die Bratspiesse sind kaputt. Rund 60 Kilogramm Feuerholz haben Unbekannte während neun Wochen verbraucht. Bereits so lange dauern die Problem an.

Weihnachten nicht gefeiert

«Letzte Woche sind wir mit den Kindern hier hoch gekommen und wollten Weihnachten feieren. Doch alles Holz war weg, dabei lag doch so viel Schnee, wirklich traurig», sagt Kühne.

Auch in Wil kennt man dieses Problem: Im Frühling haben Jungendliche die Waldspielgruppe Hofberg stark ramponiert. Doch Kühne geht nicht davon aus, dass es sich bei den Tätern in Grabs auch um Jugendliche handelt:

Familie oder Jugendgruppe?

«Wir denken, es ist eine Familie mit kleinen Kindern. Kürzlich haben wir auf dem Weg hierhin eine Familie gekreuzt, die eigenartig reagiert hat. Ausserdem fanden wir mehrmals im Schnee Spuren von Erwachsenen und Kindern und es lagen auch gebrauchte Windeln herum.»

Nun hat Kühne genug, sie plant eine Fotofalle aufzustellen. Doch die Polizei rät ab: «Einzig die Polizei ist zuständig, Täter ausfindig zu machen», sagt Hanspeter Krüsi, Sprecher der Kantonspolizei St.Gallen. Ausserdem weist er darauf hin: «Filmaufnahmen im öffentlichen Raum sind nicht erlaubt, dies könnte rechtliche Probleme geben.»

(agm)


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