Warum Glühwein so betrunken macht

Tatsächlich wird man von Glühwein schneller betrunken, als von anderen Getränken. (Symbolbild)
Tatsächlich wird man von Glühwein schneller betrunken, als von anderen Getränken. (Symbolbild) © iStock
Weihnachtszeit ist Glühweinzeit. Zumindest kommt man fast nicht drum herum, überall riecht es nach Zimt und Orangen. Aber wisst ihr, woher der Glühwein kommt? Wie viel Alkoholprozent er enthält oder wie man Glühwein selbst zubereiten kann? Wir haben 7 Fakten für euch.

Mit dem Glühwein ist es ein bisschen wie mit der Fasnacht oder der Olma: Entweder man liebt ihn oder man hasst ihn. Dennoch ist er während der Weihnachtszeit an all den Märkten allgegenwärtig. Deshalb einige Glühwein-Facts zum Bluffen beim nächsten Ausflug an den Weihnachtsmarkt.

1. Die Farbe ist entscheidend

Tatsächlich sieht man dem Glühwein an, ob er gut schmeckt oder man ihn am besten in den nächsten Kübel leert. Ein Glühwein ist immer rot, wenn er frisch gemacht ist. Ohne Ausnahme! Ist er braun und gleicht einer Suppe wurde er längere Zeit warm gehalten und nicht frisch zubereitet. Ihr werdet den Unterschied auch im Geschmack merken, wenn ihr beide Varianten probiert.

Die Farbe zeigt, ob ein Glühwein frisch zubereitet ist oder nicht (Bild: iStock).

Die Farbe zeigt, ob ein Glühwein frisch zubereitet ist oder nicht. (Bild: iStock)

2. Alkoholgehalt variiert

Eigentlich ist der Alkoholgehalt von Glühwein auf sieben Prozent Alkohol festgelegt. Also mindestens so viel Prozent Alkohol muss im Glühwein enthalten sein. Allerdings ist es nicht verboten auch Glühwein mit einem höheren Gehalt von bis zu 14,5 Prozent herzustellen und zu verkaufen.

3. So macht man Glühwein

Es gibt etliche Rezepte zur Herstellung von Glühwein. Eines haben sie gemeinsam: Glühwein ist nicht einfach nur erhitzter Wein. Da gehört mehr dazu. Wir haben ein einfaches Rezept für euch:

1 Liter kräftiger Rotwein (wer’s mag, kann auch mischen)
150g Rohzucker
mindestens 1 grosse Orange, in Scheiben
2 Zimtstangen
3 Nelken oder Nelkenpulver
1 Messerspitze Muskat
Wer’s kräftiger mag: Einen Sprutz Rum hinzu geben

Zubereiten: Alles in einer Pfanne unter gelegentlichem Rühren bis vors Kochen bringen. Pfanne von der Platte ziehen, zugedeckt ca. zehn Minuten ziehen lassen. Zimtstangen und Nelken entfernen, in vorgewärmten Gläsern servieren.

Glühwein ist gar nicht so schwierig herzustellen (Bild: iStock).

Glühwein ist gar nicht so schwierig herzustellen. (Bild: iStock)

4. Glühwein macht schneller betrunken

Es ist nicht nur das Alter oder dass man nichts zu Abend gegessen hat: Glühwein steigt tatsächlich schneller zu Kopf. Der enthaltene Zucker fördert die Alkoholaufnahme des Körpers. Der Alkohol geht schneller ins Blut, wie man so schön sagt. Ausserdem sorgt die Wärme, die das Getränk mit sich bringt, für eine schnelle Verbreitung des Alkohols im Körper.

Eine Tasse Glühwein weniger lohnt sich also. Euer Körper wird euch am nächsten Morgen danken.

Übrigens macht Glühwein auch ganz schlimme Kopfschmerzen: Schlimmer als wir sie von Wodka und Co. kennen. Schuld sind die Beiprodukte wie Fuselöle oder Aldehyde. Auch der viele Zucker kann teilweise vergären und Kopfschmerzen verursachen.

 5. Zu viel macht dick

Keine Angst, solange sich der Glühwein-Konsum in Grenzen hält, müsst ihr euch auch keine Gedanken um eure Figur machen. Hängt ihr aber jeden Tag am Weihnachtsmarkt ab, kann der Glühwein schon am Ranzen ansetzen. 100 Milliliter des Gesöffs enthalten nämlich zwischen 80 und 90 Kalorien. Plus am Abend setzt das Fett eher an. Der Körper verträgt dann nämlich Kohlenhydrate und Zucker nicht mehr so gut und der Fettabbau wird blockiert.

6. Glühwein ist auch Medizin

Aber einmal ehrlich: Wer kümmert sich während der Weihnachtszeit schon um seine Figur? Gibt doch viel zu viele gute Dinge in dieser Zeit. Und so schlimm kann das Getränk gar nicht sein, schon die Römer sollen es getrunken haben und im Mittelalter galt Glühwein gar als Medizin. In einem 1580 erschienenen Arzneibuch von Hieronymus Bock steht, dass der Kräuterwein gegen das «Wehtun in der Brust» helfen soll. Ob damit eine physische Erkrankung oder einfach nur Liebeskummer gemeint ist, lässt sich dem Buch nicht entnehmen.

Beim Anstehen für den Glühwein kann es schon einmal zu üblen Flecken kommen (Bild: iStock)

Beim Anstehen für den Glühwein kann es schon einmal zu üblen Flecken kommen. (Bild: iStock)

7. So kriegt man die Flecken weg

Kann ja einmal passieren, dass man beim Glühwein holen, mit jemandem zusammen stösst oder beinahe umgerannt wird und dabei Wein auf die Jacke tropft. Wichtig: Solche Flecken sollten sofort gereinigt werden und zwar am besten mit Salz. Das Salz sollte auf den frischen Fleck aufgetragen werden. Salz entzieht die Flüssigkeit und somit den Wein. Bürstet ihr das Salz später ab, sollte der Fleck im Idealfall verschwunden sein.

So. Und jeder der jetzt plötzlich Lust auf ein Glässchen Glühwein verspürt, viele Weihnachtsmärkte öffnen in den nächsten Tagen oder haben bereits offen. Eine detaillierte Übersicht kriegt ihr morgen Donnerstag an dieser Stelle.

(abl)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen