Weihern Openair endet in Streit

Offenbar sind die Lärmschutzwerte nicht eingehalten worden.
Offenbar sind die Lärmschutzwerte nicht eingehalten worden. © Archiv
Der Veranstalter des «Weihern Openair» zeigt sich ab dem Verhalten der Polizei entrüstet. Diese ist wegen Lärmschutzklagen zum Festival ausgerückt.

Das «Weihern Openair» fand diese Woche von Donnerstag bis Samstag statt. Ganz friedlich endete es mit einer Yogastunde. Doch für einige Anwohner scheint es bei der Veranstaltung zu laut zugegangen zu sein. Zumindest laut der Polizei.

Der Gründer und Organisator des St.Galler «Weihern Openair», Dario Aemisegger, erzählt gegenüber dem der Ostschweiz am Sonntag, dass er sich noch vor dem Konzertbeginn am Freitag mit einem Quartierpolizisten zusammengesetzt hätte und da habe es geheissen es gäbe keine Klagen. Als Aemisegger dann seine Mailbox abhörte, hatte er eine Nachricht des Lärmschutzbeauftragten der Stadt St.Gallen. Es seien viele Lärmklagen eingegangen, habe dieser gesagt. Als der Veranstalter zurück rief, habe der Lärmschutzbeauftragte eine offizielle Verwarnung ausgesprochem – bei der nächsten Beschwerde werde das Festival abgebrochen.

Polizei besänftigt

Zudem sind laut Aemisegger Freitagnacht drei Polizisten bei dem Openair aufgekreuzt. Es sei kontrolliert worden, ob alle in der Bewilligung vereinbarten Grenzwerte eingehalten worden seien, informiert Roman Kohler, Mediensprecher der Stadtpolizei. Mehrere Lärmklagen seien eingegangen, eine Beschwerde schriftlich. Der Veranstalter solle es nicht als Angriff auf das Festival sehen, wenn Polizisten vorbei kommen, betont Kohler gegenüber der «Ostschweiz am Sonntag» – «das ist unser Job».

Organisator will sich wehren

Dario Aemisegger sagt gegenüber der Zeitung, er hätte sich gewünscht, von einer offiziellen Stelle über Lärmklagen informiert zu werden. «Es geht doch nicht, dass der Lärmschutzbeauftragte von seinem Privathandy anruft und eine offizielle Verwarnung ausspricht.» Er wolle die Vorkommnisse nicht hinnehmen. «Wir fühlen uns drangsaliert und wollen uns wehren.»

(red)


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