Weniger Miete im 2016

Weniger Miete im 2016
© (KEYSTONE/Steffen Schmidt)
Eine frohe Botschaft für Mieterinnen und Mieter: Im 2016 zahlen sie weniger Miete. Auch bei Eigentumswohnungen sollen die Preise zurückgehen. Erstmals seit der Jahrtausendwende sinken die Mietpreise. Der Haken: Die Preissenkungen sind sehr gering.

Das Beratungsunternehmen Wüest & Partner hat für 2016 einen Rückgang für Wohnungsmieten um 0,3 Prozent prognostiziert. Bei einer Miete von 1500 Franken monatlich wären das 4,5 Franken pro Monat, also 45 Franken im Jahr. Immerhin.

Eigentumswohnungen werden laut Prognose um 0,6 Prozent günstiger.

Falls der Trend nach Prognose verläuft, wäre es das erste Mal seit 2000, dass die Mieten günstiger werden. Zwischen 2005 und 2015 sind die Angebotsmieten im Durchschnitt um 2,8 Prozent pro Jahr angestiegen.

Vier Gründe sieht das Unternehmen für die bevorstehende Trendwende. Die intensive Bautätigkeit insbesondere im Segment der kleineren und günstigeren Wohnungen wirke sich bei den Mietwohnungen preisdämpfend aus. Zudem seien aus dem Ausland Zugezogene nicht mehr bereit, jeden Mietpreis zu zahlen. Bei den Eigentumswohnungen hingegen lasse die Nachfrage nach, weil viele Haushalte ihren Wunsch nach Wohneigentum bereits erfüllt hätten oder durch die Verschärfung der Eigenmittelanforderung nicht mehr erfüllen können.

Laut Prognose sollte der Trend auch für die kommenden Jahre anhalten. Jedoch gibt es starke regionale Unterschiede. So sagen die Analysten für die Kantone Wallis und Graubünden deutliche Preisrückgänge voraus, hingegen im Kanton Zürich und Tessin werden die Mieten auch im nächsten Jahr leicht ansteigen.

Bei Eigentumswohnungen sind die Unterschiede noch grösser. Vor allem in den Bergregionen Wallis und Graubünden geht man von Preisrückgängen bis zu 2,3 Prozent aus. Die Regionen Zürich, Bern, die Ost-und Zentralschweiz verzeichnen jedoch immer noch steigende Preise.

(red)


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