Wieder Ausschreitungen am Rande von Trump-Wahlkampfauftritt

Ein Trump-Anhänger wird von Polizisten in Sicherheit geführt, nachdem Trump-Gegner einen Wahlkampfauftritt des populistischen republikanischen Präsidentschaftsanwärters im kalifornischen San José gestürmt hatten.
Ein Trump-Anhänger wird von Polizisten in Sicherheit geführt, nachdem Trump-Gegner einen Wahlkampfauftritt des populistischen republikanischen Präsidentschaftsanwärters im kalifornischen San José gestürmt hatten. © Keystone/FR34727 AP/NOAH BERGER
Erneute Ausschreitungen: Hunderte Gegner von Donald Trump haben am Donnerstagabend (Ortszeit) einen Wahlkampfauftritt des populistischen republikanischen Präsidentschaftsanwärters in San José im US-Bundesstaat Kalifornien gestürmt.

Bei Auseinandersetzungen zwischen den Demonstranten und Trump-Anhängern flogen die Fäuste. Mindestens eine Trump-Anhängerin wurde von einem rohen Ei getroffen.

Die Trump-Gegner blockierten zunächst ein Polizeifahrzeug und verschafften sich dann Zugang zum Parkhaus des San José Convention Center, in dem Trump auftrat. Der Fernsehsender ABC News berichtete, einige Demonstranten hätten den Wagen eines mutmasslichen Trump-Unterstützers umringt, geschüttelt und ein Rücklicht demoliert, als er aus der Garage kam.

Bei einem Protestmarsch vor dem Veranstaltungszentrum hatten hunderte Menschen zuvor Trump vorgeworfen, die USA zu spalten und Hass zu schüren. “Keinen Hass in unserem Staat” und “Trump auf den Müll” riefen sie. Ein Demonstrant setzte eine US-Flagge in Brand, mehrere Trump-Anhänger wurden bespuckt.

Bei Auftritten Trumps ist es schon mehrfach zu Gegendemonstrationen und Auseinandersetzungen zwischen Anhängern und Gegnern des polarisierenden Immobilienmoguls gekommen. Vor allem mit seinen Tiraden und abfälligen Äusserungen über Latinos, Frauen und Muslime provoziert Trump Aggressionen.

Der 69-Jährige hat alle anderen Rivalen im Ringen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur inzwischen aus dem Feld geschlagen. Bei den Demokraten ist Hillary Clintons Kandidatur so gut wie sicher, ihr hartnäckigster Widersacher Bernie Sanders hat nur noch eine theoretische Chance. Die restlichen Delegiertenstimmen dürfte sich Clinton bei den Vorwahlen am Dienstag in sechs Bundesstaaten, darunter Kalifornien, sichern. Die Präsidentschaftswahl ist im November.

(SDA)


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