Wieder Ruhe in der Schule Buchental

Die Schule Buchental sei wieder auf gutem Weg, heisst es.
Die Schule Buchental sei wieder auf gutem Weg, heisst es. © Michel Canonica/St.Galler Tagblatt
In der St.Galler Realschule Buchental soll wieder Ruhe einkehren: Nach vielen Negativschlagzeilen ist es zu einer Aussprache zwischen allen Beteiligten gekommen und ein neuer Schulleiter hat das Amt übernommen.

Es herrschte “Ausnahmezustand” im Schulhaus Buchental in St.Gallen. Zumindest bezeichnete Stadtrat Markus Buschor, Chef der Direktion Schule und Sport, die Vorgänge im letzten Dezember so. Im Sommer hat der langjährige Schulleiter Peter Angehrn die Schule verlassen, im Dezember wurde ein Lehrer freigestellt und die Realschulklasse wehrte sich in einem offenen Brief gegen diese Situation.

Schule Buchental auf gutem WegIn den vergangenen Monaten haben Vorgänge im Schulhaus Buchental die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich gezogen. An einer Aussprache mit allen Beteiligten wurden mit Blick auf die Rückkehr zu einem geregelten Schulalltag verschiedene Massnahmen verabschiedet. Stadtrat Markus Buschor sowie Marlis Angehrn, Leiterin Schulamt, nehmen Stellung. Weitere Infos: http://stadtsg.ch/iwUrZ ^sh

Posted by Rathaus Stadt St.Gallen on Monday, April 4, 2016

“In der Realschule Buchental kam es zu schweren Pflichtverletzungen vereinzelter Lehrpersonen gegenüber Schülerinnen und Schülern sowie Kolleginnen und Kollegen”, heisst es in einer Mitteilung. Heute sei “die Talsohle durchschritten”, sagt Buschor. Die Stelle als Schulleiter hat Jakob Egli vor rund einem Monat übernommen.

Grosser Handlungsbedarf

“Was sich im vergangenen Jahr an Verfehlungen seitens einzelner Lehrpersonen zugetragen hat, macht den Stadtrat betroffen”, heisst es in einer Mitteilung der Direktion Schule und Sport. Es seien Selbstverständlichkeiten wie eine transparente und offene Kommunikation, Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber, Bereitschaft, sich führen zu lassen und ein respektvoller Sprachgebrauch eingefordert worden.

Im Januar kam es zwischen dem Schulamt und der Schulleitung zu einem Austausch. Zu acht Themen wurden im Kollegium 72 Verbesserungsvorschläge eingebracht, die aufzeigen, was “Rückkehr in die Normalität” aus Sicht der betroffenen Lehrpersonen heisst.

“Forsch und ungerechtfertig gehandelt”

Auch das Protestschreiben des Kleinen Vorstands des Verbands Lehrpersonen Sektion St.Gallen wurde vom Stadtrat behandelt. Der Kleine Vorstand kritisierte das Einschreiten der Direktion Schule und Sport. Bei einer Aussprache stellte der Stadtrat klar, dass er sich zu keinem Zeitpunkt zu aufsichtsrechtlichen Massnahmen gegenüber der Direktion Schule und Sport veranlasst gesehen habe.

In einer Aufsichtsbeschwerde vom Januar beschwerten sich drei Lehrpersonen vom Buchental beim Stadtrat, das Schulamt habe in Personalfragen forsch und ungerechtfertigt gehandelt. “Niemand, weder im Buchental noch anderswo, verliert ohne jede Vorwarnung wegen eines bestimmten Fehlverhaltens seine Stelle”, heisst es beim Stadtrat.

TVO-Beitrag

(rr)


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