Zum dritten Mal Wolf nachgewiesen

Es ist der dritte sichere Wolfsnachweis innert drei Jahren.
Es ist der dritte sichere Wolfsnachweis innert drei Jahren. © KEYSTONE/AP U.S. Fish and Wildlife Service/GARY KRAMER
Vor drei Wochen wurde in Trogen ein Reh von einem Raubtier gerissen. Jetzt bestätigt die genetische Untersuchung, dass das Tier von einem Wolf getötet wurde. Dies ist der dritte sichere Wolfsnachweis innert drei Jahren in Appenzell Ausserrhoden.

In der Nacht vom 17. auf den 18. März beobachtete eine Autofahrerin im Gebiet der Wissegg in Trogen ein wolfähnliches Tier. Gleichentags stellte der Ausserrhoder Wildhüter beim nahegelegenen Nistelbühl ein frisch von Raubtieren gerissenes Reh sicher. Er konnte die Todesursache anhand des Rissbildes nicht eindeutig feststellen und ordnete eine DNA-Proben an.

Keine genaueren Angaben zum Wolf

Die Untersuchung hat nun ergeben, dass die Probe von einem Wolf stammt. Angaben zum Geschlecht und zur bestätigten Abstammung des Tieres können zur Zeit keine gemacht werden. Dazu sind weitere Analysen notwendig, deren Resultate in etwa zwei Monaten erwartet werden. “Jetzt wird eine eigentliche Vaterschaftsanalyse gemacht, mit der man aufgrund von bekannten Proben anderer Wölfe Rückschlüsse auf die Verwandtschaft ziehen kann”, sagt der Ausserrhoder Jagdverwalter Heinz Nigg.

In der zweiten Märzhälfte häuften sich Meldungen von Wolfsbeobachtungen in den Gebieten des St.Galler Rheintals, dem Appenzellerland und dem Toggenburg. In Ausserrhoden ist dies dritte bestätigte Sichtung innert drei Jahren. Ob es sich dabei immer um dasselbe Tier handelt, kann Heinz Nigg nicht sagen. Auch nicht, wo sich der Wolf derzeit aufhält. “Wir wissen nichts von weiteren Beobachtungen. Es ist möglich, dass er sich noch im Raum Appenzellerland-Toggenburg-Werdenberg aufhält. Er kann aber auch schon weit weg sein. Wölfe sind sehr mobil. Innert weniger Nächte wandern sie viele Kilometer.”

Kein Handlungsbedarf

Handlungsbedarf sieht der Jagdverwalter nicht. Es sei ja nun nichts Neues, dass sich der Wolf in den Voralpen bewege, so Heinz Nigg. Haustiere sind in dieser Gegend bis heute keine gerissen worden. Der Fokus liege auf der Information der Bevölkerung und der landwirtschaftlichen Kreise.  (red)


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