«Wir können Basel in Bedrängnis bringen»

Findet Giorgio Contini die richtige Taktik gegen Basel?
Findet Giorgio Contini die richtige Taktik gegen Basel? © Benjamin Manser / St.Galler Tagblatt
Nach dem glücklichen Weiterkommen im Cup steht für den FC St.Gallen heute Mittwoch (ab 20 Uhr live bei uns im Ticker) ein grosser Brocken an: Der FC Basel kommt in den Kybunpark.

Die Partie gegen Linth 04 konnte der FC St.Gallen erst im Penaltyschiessen für sich entscheiden. Trainer Giorgio Contini hat das Spiel aber bereits abgehakt: «Das ist für mich Vergangenheit. Im Cup muss man einfach weiterkommen. Das haben wir geschafft.»

Contini will auch nicht lange über mögliche Fehler in der Verteidigung der Espen sprechen: «Ich sage immer, dass die Verteidigung bereits im Sturm beginnt. Und wenn dort jemand nicht richtig in das Kopfballduell geht und der Gegner beim Gegenstoss dann ein Tor erzielt, ist es halt das Schicksal der Verteidiger oder des Goalies, dass er der Sündenbock ist. Was mir jedenfalls nicht gefallen hat, war eine gewisse Passivität bei den Offensivspielern.»

Dass nun bereits drei Tage nach diesem langen Cupspiel bereits die nächste Partie ansteht, bezeichnet Contini als «unglücklich»: «Aber wir hätten es ja in den eigenen Händen gehabt, das Sonntagsspiel kürzer zu machen.»

Den Spielern das Vertrauen geben

Klar ist, dass der FC St.Gallen gegen Basel nicht mehr so viele Chancen bekommen wird. Contini: «Wir werden vielleicht zwei bis drei grosse Chancen haben, diese müssen wir nutzen.» Doch wer könnte diese Tore machen? Contini: «Irgendwann wird sich auch bei unseren Stürmern wieder der Knopf lösen.» Man müsse den Spielern einfach immer wieder das Vertrauen geben.

Dass der FC Basel derzeit schwächelt, immerhin steht er nach sieben Runden «nur» auf Rang 3, hat für Contini verschiedene Gründe: «Gefühlt schiessen sie einfach rund 50 Tore weniger. Man merkt, dass sich die Mannschaft im Umbruch befindet. Derzeit fehlen den Baslern Spieler wie Seydou Doumbia, Marc Janko oder Matias Delgado, die ein Spiel auch alleine entscheiden können.»

FCSG muss geduldig bleiben

Der FC St.Gallen steht vor der Partie gegen die Basler nur zwei Punkte hinter dem FCB. Bei einem Sieg könnten die Espen auf Rang 3 vorrücken. «Alles ist sehr nahe beisammen in der Tabelle. Momentan können auch wir den FC Basel in Bedrängnis bringen», sagt Contini. Er erwartet längere Phasen im Spiel, in denen der FC St.Gallen geduldig sein muss.

Eine neue Option bietet Nicolas Lüchinger in der Verteidigung. «Ich kann in auf verschiedenen Positionen einsetzen und er ist für unser Team bereits ein wichtiger Spieler», sagt Contini. Er charakterisiert Lüchinger als «typischen Rheintaler»: «Zäh, ein Schaffer, gradlinig.»

Die Unruhen im Verein haben laut Contini keinen Einfluss auf die Mannschaft. Oder wie der Trainer wieder die Verbindung zum Cup-Spiel gegen Linth macht: «Präsident Stefan Hernandez hätte das Tor auch nicht gemacht, sonst hätte ich ihn gebracht.»

(rr)


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