Wohnungsgalerie Wilmsen zeigt Tàpies

Tàpies' "Suite, Blatt 1" von 1989, eines der Exponate der Rheinecker Ausstellung (z.V.g.)
Tàpies' "Suite, Blatt 1" von 1989, eines der Exponate der Rheinecker Ausstellung (z.V.g.) © z.V.g.
Grosse Kunst in einem intimen Rahmen: Die Wohnungsgalerie Wilmsen in Rheineck SG eröffnet am morgigen Samstag eine Ausstellung mit Werken von Antoni Tàpies (1923-2012), dem bedeutendsten Künstler des spanischen Informel.

Gezeigt werden neben drei Dutzend Gouachen und Grafiken von Tàpies auch rund 20 Keramiken des in St. Tropez lebenden deutschen Künstlers Stefan Szczesny.

“Leben mit der Kunst” lautet das Motto des Konzepts Wohnungsgalerie. Die Präsentation von Kunst im gemütlichen Ambiente baut Schwellenangst ab. Auch soll gezeigt werden, wie man Kunst “auf bereichernde Art und Weise in den Lebensalltag und -raum integrieren kann”, so die Galeristen.

Das Prinzip stosse über die Landesgrenzen hinaus auf grosses Interesse, wie Wilmsen der Nachrichtenagentur sagte. Besucher nicht nur aus der ganzen Schweiz, sondern auch aus ganz Deutschland haben schon ihren Weg ins Wilmsensche Kunst-Wohnhaus gefunden.

Galerist Wilmsen ist ein Quereinsteiger mit einem recht abenteuerlichen Werdegang. Erst studierte er Theologie, anschliessend Medizin. Den Arztberuf gab er für die Privatwirtschaft wieder auf. Als Geschäftsführer einer Allgäuer Pumpenfabrik half er Joseph Beuys, die berühmte Honigpumpe zu bauen, die auf der documenta 6 in Kassel 1977 für Furore sorgte.

(SDA)


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