YB-Heimsieg mit grossem Aber

YB-Stürmer Guillaume Hoarau (links) im Duell mit Verteidiger Pa Modou
YB-Stürmer Guillaume Hoarau (links) im Duell mit Verteidiger Pa Modou © Keystone/PETER SCHNEIDER
Sion bleibt für die Young Boys der Lieblingsgegner in Meisterschafts-Heimspielen. Dank einem Tor des eingewechselten Stürmers Alexander Gerndt nach 90 Minuten siegen die Berner 3:2.Dass Sion auch im 14.

Meisterschaftspiel in Serie ohne Sieg aus Bern abziehen (9 Niederlagen, 5 Unentschieden) musste, konnten die Walliser nicht als gerecht empfinden.

Die Schlüsselszene, der den umkämpften Match auf die Seite der Young Boys kippen liess, lief nach 68 Minuten ab. Gut 25 Minuten vor dem Ende mussten die Sittener, 2:1 in Führung liegend, in einer einzigen Sequenz dreifaches Pech beklagen. Schiedsrichter Sascha Amhof zeigte nach einem Duell zwischen Miralem Sulejmani und Andris Vanins auf den Penaltypunkt, obwohl der Sittener Goalie den Berner Offensivspieler nicht berührt hatte, wie TV-Bilder bewiesen. Überdies war Sulejmani bei der Ballannahme im Offside gestanden. Konsequenter-, aber nicht richtigerweise sah der lettische Torhüter auch noch die Rote Karte, was seine Mannschaft für den Rest des Spiels schwächte. Guillaume Hoarau verwertete mit etwas Glück auch seinen zweiten Penalty in diesem Spiel zum 2:2.

Die Berner nutzten die numerische Überlegenheit tatsächlich. Nach 82 Minuten hatte Yoric Ravet das sicher scheinende 3:2 allein vor Sions notwendigerweise eingewechseltem Ersatztorhüter Kevin Fickentscher auf dem Fuss. Was Ravet verpasst hatte, erledigte Alex Gerndt kurz vor dem Ende mit einer wunderbaren Direktabnahme nach einer Flanke von Verteidiger Florent Hadergjonaj.

In der Halbzeit hätte ein 3:3 das weitgehend spektakuläre Geschehen am besten widerspiegelt, besser als das tatsächliche 1:2. Die Sittener zeigten eine bravouröse Leistung, mit der sie an die verschiedenen starken Auftritte vom Herbst in der Europa League erinnerten. Die Tore zur 2:1-Führung waren schön und zwingend herausgespielt. Beim 2:1 nach einer Flanke von Veroljub Salatic berührte Theofanis Gekas der Ball möglicherweise nicht mehr, das Tor wurde aber dem Griechen gutgeschrieben. Der Foulpenalty für YB zum kurzlebigen 1:1 wurde korrekt verhängt, das Foul des Sittener Verteidigers Birama Ndoye an Hoarau war indes völlig unnötig.

Die Berner fanden den Tritt erst gegen Ende der ersten Hälfte. Innerhalb weniger Minuten zwang Ravet Goalie Andris Vanins zu einer erstklassigen Parade und vergab Hoarau das pfannenfertige 2:2, indem er den Ball kaum zwei Meter vor der Torlinie nicht kontrolliert ablenken konnte.

(SDA)


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