Young Boys dürfen in Belgrad nicht verlieren

Guillaume Hoarau kann für YB wieder den Kopf hinhalten
Guillaume Hoarau kann für YB wieder den Kopf hinhalten © KEYSTONE/WALTER BIERI
Die Young Boys mit guten und der FC Lugano mit dezimierten Chancen treten am Donnerstag in der vorletzten Runde der Europa-League-Gruppenphase an.

YB spielt bei Partizan Belgrad, Lugano empfängt in Luzern Hapoel Be’er Sheva. Die Young Boys müssen vor dem Gastspiel in Serbien nicht viele Rechenspiele anzustellen. Verlieren sie, scheiden sie wie schon vor einem Jahr aus. Mit einem Unentschieden bleiben sie zwei Punkte hinter dem zweitplatzierten Partizan. Danach könnten sie mit einem Heimsieg gegen die ambitionslosen Albaner von Skenderbeu Korça auf den 2. Platz vorstossen, falls Partizan das Auswärtsspiel gegen das bereits für die K.o.-Phase qualifizierte Dynamo Kiew verliert. Mit einem Sieg in Belgrad hätten die Berner alle Vorteile auf ihrer Seite, um erstmals seit der Saison 2014/15 auch im Frühling im Wettbewerb zu sein.

Trainer Adi Hütter lässt keinen Zweifel offen, dass er nebst der Meisterschaft auch dem Europacup grosses Gewicht beimisst. Der Österreicher wird in Belgrad die gleichen Spieler forcieren wie zuletzt in den mehrheitlich positiv ausgegangenen Partien der Super League. Die einzigen Änderungen in der Aufstellung sind nicht geplante. Der nach einem Schlag in den Rücken aus dem Spiel gegen Zürich für wenige Tage nicht einsatzfähige Abwehrchef Steve von Bergen muss ersetzt werden. Der junge Hüne Gregory Wüthrich dürfte den Routinier ersetzen. Nicht gesichert ist der Einsatz des Schlüsselspielers Sékou Sanogo. Anstelle des Ivorers würde vermutlich der in den letzten Wochen wieder in Form gekommene Michel Aebischer zusammen mit Djibril Sow das Zentrum im Mittelfeld bilden. Hütter kann wieder auf den längere Zeit verletzt gewesenen routinierten Goalgetter Guillaume Hoarau zurückgreifen. Im Match gegen Zürich bestritt er die letzten zehn Minuten. Auch in Belgrad dürfte Hütter mit dem jungen und doch schon bewährten Stürmerduo Roger Assalé/Jean-Pierre Nsame beginnen.

Für YBs Offensivspieler Miralem Sulejmani ist Partizan der Verein des Herzens. Dort liess es sich als Schüler und Junior ausbilden. Bevor er seine noch nicht beendete Auslandreise über die Niederlande (Heerenveen, Ajax Amsterdam) und Lissabon (Benfica) nach Bern antrat, konnte Sulejmani ein paar Spiele in Partizans erster Mannschaft bestreiten. Seine Mannschaftskameraden in Bern hat er in den letzten Tagen auf einen Hexenkessel, auf eine ekstatische Stimmung im Partizan-Stadion eingeschliffen.

Nach zwei Siegen und einem Unentschieden in den letzten drei Meisterschaftsspielen hat der FC Lugano einen Schwung aufgenommen, den er in die Europa League weiterziehen könnte. Das Weiterkommen ist rechnerisch nach nur einem Sieg in vier Spielen zwar noch möglich, aber nicht realistisch. Dafür müssten die Tessiner nicht nur Hapoel Be’er Sheva bezwingen – die Israeli gewannen das Hinspiel 2:1 -, sondern in der letzten Runde auch noch auswärts den souveränen Leader FCS Bukarest. Zudem darf Viktoria Pilsen nicht mehr als zwei Punkte holen.

(SDA)


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