Zehnder schliesst Druckerei

Das Druckzentrum in Rickenbach wird geschlossen. (Symbolbild)
Das Druckzentrum in Rickenbach wird geschlossen. (Symbolbild) © Keystone/Martin Rütschi
Die Zehnder Gruppe mit Sitz in Wil gibt per Mitte 2016 den Zeitungsdruck im thurgauischen Rickenbach auf. 22 Vollzeitangestellte sollen eine Anschlusslösung erhalten, 18 Teilzeitmitarbeitenden wird womöglich gekündigt.

Insgesamt sind 40 Mitarbeitende von der Schliessung betroffen. Diese wurden laut Mitteilung des Verlagshauses vergangenen Dienstag informiert. Von den 18 Teilzeitangestellten haben vier das Pensionsalter erreicht. Für den Rest seien Entlassungen nicht ausgeschlossen. Sie sollen durch die Personalabteilung bei der Stellensuche unterstützt werden.

Den 22 Vollzeitmitarbeitern garantiert die Zehnder AG eine Anschlusslösung. Sie erhalten ein internes oder externes Jobangebot mit mindestens demselben Lohn wie bisher.

Druck neu in Zürich

Künftig werden die vom Zehnder Verlag verlegten Wochenzeitungen (z.B. Wiler Nachrichten, Toggenburger Zeitung, St.Galler Nachrichten) im Druckzentrum Zürich (DZZ) der Tamedia gedruckt. Ein entsprechender Vertrag sei bereits unterzeichnet. Dieser trete gemäss Mitteilung jedoch nicht in Kraft, sollten die betroffenen Angestellten Vorschläge unterbreiten, die zu besseren Lösungen führen.

Als Grund für die geplante Schliessung werden sinkende Marktpreise und eine ungenügende Auslastung angegeben. So wurden wegen des starken Frankens beispielsweise Druckaufträge von englischsprachigen Zeitungen (International New York Times oder The Wall Street Journal) ins Ausland abgezogen. Das Druckzentrum könne in naher Zukunft nicht mehr kostendeckend betrieben werden.

Verlag ist nicht betroffen

Der Verlag und Inserateverkauf an neun Standorten in der Deutschschweiz und der Akzidenzdruck (Prospekte, Flugblätter usw.) in Wil mit insgesamt 230 Mitarbeitenden sind von den Veränderungen nicht berührt.

Der Akzidenzdruck leide in Wil jedoch unter Platznot und könnte deshalb nach Rickenbach verlegt werden. Sollte dies nicht möglich sein, sollen die Produktionsgebäude und Teile der Anlagen in Rickenbach verkauft werden.

(chf/red)


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